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Jászberény (Ungarn)

Kirche_Ungarn
Stadthaus_Ungarn
Berzirkshaus_Ungarn

Die Stadt Jászberény, die in den Jahren 1993 und 1994 mit der Stadt Vechta eine Städtepartnerschaft begründet und vollendet hat, liegt im nördlichen Teil der Ungarischen Tiefebene, ungefähr 80 km östlich von Budapest. Die Stadt hat rund 30.000 Einwohner; sie ist ein wachsendes Gemeinwesen mit einem bedeutenden Wirtschaftspotential sowie regionales Sport- und Kulturzentrum.

Die Geschichte der Stadt:

Das Volk "jász", zu deutsch Jassen, ist iranischer Abstammung und siedelte sich im 13. Jahrhundert zusammen mit den "kun" an den Flüssen Zagyva und Tarna an. Die ungarischen Herrscher hatten die Jassen mit speziellen Privilegien ausgestattet. So lebte das Volk weitgehend autonom in einem Gebiet, zu dessen regionalem, kulturellem und Verwaltungszentrum sich die Stadt Jászberény entwickelte. Nach Ende der türkischen Herrschaft verkaufte Kaiser Lipot I. die Region jedoch an den Deutschritterorden; damit war die Zeit der Privilegierung Jászberénys beendet. Die Jassen wollten sich mit dieser Entwicklung jedoch nicht abfinden. Bis zum Jahre 1745 sammelten sie deshalb Geld, um sich freizukaufen, und tatsächlich brachten sie die damals beträchtliche Summe von ½ Million Rheinischen Goldforinth auf. Es kam zur in ganz Ungarn berühmten Redemption: Maria Theresia gab den Jassen ihr Heimatland und ihre angestammten Privilegien zurück. Seitdem hat die Stadt eine positive Entwicklung erlebt. In den 50er Jahren unseres Jahrhunderts ließen sich die ersten Industrieunternehmen in der bis dahin in der Hauptsache landwirtschaftlich geprägten Stadt Jászberény nieder. Diese Entwicklung brachte der Stadt zahlreiche Arbeitsplätze und zunehmende Prosperität. In den zurückliegenden Jahrzehnten konnte Jászberény trotz der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Situation wachsen und Infrastrukturinvestitionen tätigen. Weitere erfolgreiche Unternehmen haben sich angesiedelt. Doch legt man in Jászberény Wert nicht nur auf wirtschaftliches Wachstum: Die Stadt hat sich zu einem landesweit bedeutenden Kulturzentrum entwickelt und im Jahre 1995 im Beisein des Staatspräsidenten und zahlreicher ausländischer Gäste den 250. Jahrestag der Redemption gefeiert.

Sehenswertes Jászberény:

Die Stadt Jászberény ist reich an historischen Baudenkmalen. Auf dem stimmungsvollen Hauptplatz Jászberénys, dem Lehel-Vezer-Platz, steht die ursprünglich im gotischen Stil erbaute, heute in Barock gehaltene Nagyboldogaszony-Kirche, deren genauer Gründungszeitpunkt nicht feststeht, die aber schon 1332 erwähnt wird.

Weitere charakteristische Gebäude am Lehel-Vezer-Platz sind das klassizistische Stadthaus von 1839 sowie das ehedem im Barock/Rokoko erbaute Bezirkshaus, das heute klassizistische Einflüsse zeigt, zudem das 1894 erbaute Kulturhaus und das Stadtgericht. Nicht nur architektonisch von Interesse ist schließlich das Jász Museum, in dem eine der berühmtesten nationalen Reliquien, das Lehel-Horn, ausgestellt ist.

Wirtschaft und Infrastruktur:

Das ehemals agrarisch geprägte Jászberény ist heute ein Industrie-, Agrar- und Handelszentrum. Nach der Reformierung der landwirtschaftlichen Genossenschaften spielt heute die private Landwirtschaft eine bedeutende Rolle. Zumeist werden Getreide, Zuckerrüben und Mais angebaut, aber auch Tomaten, Paprika, Weißkohl und Melonen werden produziert. Geflügel-, Rinder- und Schweinezucht sind weit verbreitet. Wichtigster Industriebetrieb Jászberénys sind die dem Electrolux-Konzern angeschlossene Lehel-Hütögépgyár sowie die Fa. Apritógépgyár, die für die Schwermaschinenindustrie produziert. Die beiden Betriebe bieten in ihren Werken vielen Menschen Arbeit und vergeben zahlreiche Teilaufträge an in Jászberény ansässige Zulieferer. Der Groß- und Einzelhandel in der Stadt floriert und bietet eine breite Angebotspalette.
100% der Bürger Jászberénys sind an das Stromnetz, 96% an das Kanalnetz und 83% an das Trinkwassernetz angeschlossen. 85% der städtischen Straßen sind ausgebaut, der Telefonleitungsversorgungsgrad beträgt 100%.

Bildung, Kultur, Sport und Freizeit:

In Jászberény besuchen ca. 6.000 vorwiegend junge Menschen die zahlreichen Bildungseinrichtungen. In der Stadt gibt es 13 Kindergärten, 6 Grundschulen, 3 Realschulen und eine Hochschule. Den kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern bieten das Kulturhaus, die Bibliothek, das Museum und das Kino abwechslungsreiche Angebote. Darüber hinaus existieren zahlreiche Vereine, unter denen insbesondere die Kunstvereine einen internationalen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Die Medienvielfalt in Jászberény ist überaus beeindruckend: Neben lokalen Zeitungen gibt es einen örtlichen Rundfunksender und sogar ein Lokalfernsehen. Dem Sport wird in der Stadt Jászberény große Bedeutung beigemessen. So vertreten die Volleyballdamen die Stadtfarben in der höchsten und die Handballdamen sowie das Eishockeyteam in der zweithöchsten ungarischen Spielklasse. Zahlreiche wichtige Turniere unterstreichen die Bedeutung Jászberénys als Sporthochburg. Das Freizeitangebot in der Stadt sucht seinesgleichen: Ein Zoo, ein botanischer Garten, zwei Strandbäder, ein Schwimm- und ein Kurbad sowie ansprechende Parkanlagen bieten dem Besucher die Abwechslung, die er erwartet. Zwei große Feste schließlich runden die reichhaltige kulturelle Angebotspalette in der Stadt Jászberény ab: Einmal jährlich findet ein großes Treffen von Volkstanzgruppen statt, und in der ersten Augustwoche wird ein großes Volksfest gefeiert, wenn es heißt: "Sommer in Jászberény".

Freundeskreis Jászbereny und Partnerschaftsaktivitäten


Webseite der Stadt Jászberény


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