Mehr als 2000 Menschen haben in den vergangenen beiden Wochen die von der Stadt Vechta und von der Buchhandlung Vatterrodt veranstalteten 27. Vechtaer Literaturtage, den „Vechtaer Bücherfrühling“, besucht.

 

Insgesamt standen 17 Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler der Vechtaer Schulen und für Erwachsene und Familien auf dem Programm. Los ging es am 11. März mit zwei Theateraufführungen von Enid Blytons „Fünf Freunde erforschen eine Schatzinsel“ im Metropol Theater. Das Stück handelte von drei Geschwistern, die in den Ferien ihre Tante, ihren Onkel und ihre Cousine besuchen und gemeinsam mit ihrer Cousine spannende Abenteuer erleben.

 

Helmut Hornung begab sich während des Bücherfrühlings mit der Zeitmaschine „Intergalaxos“ und den Schülern der fünften und sechsten Klassen auf eine Reise zu Sonne, Mond und Planeten. Sie tauchten ein in die Milchstraße, flogen vorbei an Gas- und Staubwolken und begegneten explodierenden Sonnen- und Schwerkraftmonstern. Diese Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des Weltalls setzte Hornung im Metropol-Theater mit erwachsenen Besuchern fort.

 

„Flieg Lela flieg“ hieß es für die dritten Klassen. Der Autor Günther Jakobs stellte sein neuestes Kinderbuch vor und erweckte durch seine „Live-Zeichnungen“ die Hauptdarsteller des Buches auf der Bühne zum Leben.

 

Ein fester Bestandteil des Bücherfrühlings sind mittlerweile die „Complizen“ mit ihren Freunden aus Mullewapp. Das Figurentheaterstück nach Helme Heine begeisterte derweil nicht nur die Kinder der Vechtaer Kindergärten und der ersten und zweiten Klassen, auch die Nachmittagsvorstellung im Gulfhaus war ausverkauft.

 

Ein weiteres Highlight für Erwachsene war Nicole Jägers „Ich darf das. Ich bin selber dick“ im ausverkauften Metropol-Theater. Auf komödiantische Weise stellte die Autorin Inhalte aus ihrem Bestseller „Die Fettlöserin - Eine Anatomie des Abnehmens“ vor.

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Mathias Richling mit seinem Programm „Richling spielt Richling“ in der Aula der Universität Vechta. Der Kabarettist holte nicht nur fast die gesamte aktuelle Politprominenz auf die Bühne, sondern auch Personen, deren historische Bedeutung wenigstens ein satirisches Nachhaken rechtfertigte. Mehrere Zugaben und ein begeistertes Publikum zeigten, das politisches Kabarett nach wie vor eine wichtige Bedeutung in Deutschland hat.

 

Ein neuer Stern im Kinderbuchbereich ist „Ritter Kuno Kettenstrumpf“. Autor Oliver stellte seinen Helden und seine Abenteuer den Kindern der ersten und zweiten Klasse vor. Abgerundet wurden die Vechtaer Literaturtage mit Sabine Pohlmanns „Die wundersamen Kinder des Herrn Tatu“ für Schüler der dritten und vierten Klassen. In dem Stück wachsen Marilu, Finja und Artur im kleinen Wanderzirkus ihres Vaters auf. Alle Zirkusmitglieder sind wie eine große Familie. Doch dann taucht die Wahrsagerin Fiorenza auf und verdreht Papa Tatu den Kopf. Sie bringt ihn sogar dazu, seine Kinder auf ein Internat zu schicken! Marilu ahnt, dass Fiorenza Böses im Schilde führt. So beschließen die Kinder, ihre Familie zu retten, und machen sich heimlich auf den Weg zurück zum Zirkus.

 

„Die Resonanz auf unser diesjähriges Angebot war toll. Darüber freuen wir uns sehr. Mein Dank gilt meinen Mitarbeiterinnen im Fachdienst und ganz besonders Elisabeth Vatterodt, für ihr Engagement und ihr unglaubliches Gespür für angesagt Kinderbuchliteratur. Ohne sie, wäre der Bücherfrühling in Vechta nicht denkbar“, sagt Herbert Fischer, Fachdienstleiter für den Bereich Kultur bei der Stadt Vechta.