Am vergangenen Wochenende hat Annalisa Hartmann, zweite Artist in Residence in Vechta,  ihr Buch „Windstill los in Vechta“ vorgestellt. Vor einem interessierten Publikum las sie zusammen mit Olaf Bröcker und Alfred Büngen die poetischen und nachdenklichen Texte zum Thema Globalität in Vechta.


In der gut 90-minütigen Lesung steht die Situation der Flüchtlinge im Fokus. Poetisch, nachdenklich und kritisch beleuchtet Hartmann das Leben und seine Lebenswelten in Vechta.  Ihr Resümee: „Eine globale Stadt aus tausend Einzelteilen. Niemand will sie so genannt haben. Da sind sich alle einig.“ Das Gefühl, fremd zu sein, fremd zu bleiben, es bleibt bestehen während der gesamten Lesung. „Es ist ein sonderbares Gefühl, beim Pferd zu stehen. Als Fremde. Immer noch. Schon wieder.“ „Nicht die Problematik mit den Flüchtlingen, sondern Ungewissheit, die Heimatlosigkeit der Flüchtlinge, dazu lässt sie ihre Protagonisten sprechen. Freunde, Häuser, Lieblingsdecken – all jenes lässt die Flucht hinter sich.  Aus der „Globalen Angst“ anders zu sein, mit ihr zu leben, würde für viele das „globale Nichts“.


In seiner Einführung betonte Alfred Büngen, dass er froh sei, dieses Buch als Verleger gemacht zu haben. „Nun haben wir ein Buch, dass die jetzige Situation in Vechta in hohem Maße poetisiert“. Das Buch sei dabei wie ein Puzzlespiel, man könne die Texte immer wieder neu aneinanderreihen und erhielte somit ein neues Buch, so Büngen.


Mit ihrem Buch „Windstill los in Vechta“ beschließt die Schweizerin ihre Artist in Residence- Zeit in Vechta. Die nächste Ausschreibung zum Thema „Vielfalt und Wandel – LandLeben“ läuft noch bis zum 31. Oktober 2015.


Weitere Informationen unter:  www.air-vechta.de