Am Dienstag (16. Mai) beginnen die Arbeiten für den Ausbau der Bahnhofstraße. Im ersten Bauabschnitt wird die Straße von der Großen Straße bis zur Kreuzung Kolpingstraße voll gesperrt. Die öffentlichen Parkplätze stehen somit ab Dienstag nicht mehr zur Verfügung. Fußgänger können weiterhin die Gehwege benutzen, um die Geschäfte in der Bahnhofstraße und die Kreisvolkshochschule zu erreichen. Die Radfahrer, darunter der Schülerverkehr, werden, von der Zitadelle kommend, an der Baustelle entlang in Richtung Süden in die Straße Am Klapphaken (beim Geschäft Leffers) geführt.

 

Ebenfalls voll gesperrt wird der südliche Abschnitt der Kolpingstraße. Für Autofahrer bedeutet dies: Wer diesen Bereich passiert, wird vorübergehend, aus nördlicher und südlicher Richtung kommend, über den westlichen Abschnitt der Bahnhofstraße, an Polizei und Offizialat vorbei, umgeleitet.

 

Im ersten Bauabschnitt werden zunächst Kanäle für Regenwasser und die Hausanschlüsse sowie ein Teilstück der Schmutzwasserleitung erneuert; ein Großteil des Schmutzwasserkanals ist bereits vorab in geschlossener Bauweise saniert worden, um die Bauzeit zu verkürzen und die Baukosten erheblich zu verringern. Im Anschluss an die Kanalarbeiten entstehen neue Gehwege, Längs-Parkflächen und asphaltierte Fahrbahnen mit Fahrradschutzstreifen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist für Ende Juli geplant. Danach folgt der zweite Bauabschnitt, der Kreuzungsbereich Kolpingstraße. In einem dritten Abschnitt wird die Bahnhofstraße von der Kreuzung Kolpingstraße bis zur Kreuzung An der Gräfte/Franz-Vorwerk-Straße ausgebaut. Während der Bauzeit kann es zu Behinderungen des Straßenverkehrs kommen. Die Stadt bittet Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

 

Mit dem Ausbau der Bahnhofstraße setzt die Stadt das Radverkehrskonzept für Vechta weiter um. Dieses beinhaltet einen Ausbauplan für Straßen und Knotenpunkte mit dem Zweck, die Verkehrsführung zu optimieren und die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. In den kommenden Jahren sollen insbesondere die Radfahrachsen zwischen der Innenstadt und den Wohngebieten in Vechta-West verbessert werden. Tausende Kinder und Jugendliche nutzen tagtäglich die Verbindung von der Zitadelle über die Bahnhofsstraße zu ihren Schulen. Gleiches gilt für Radfahrer, die in die Innenstadt wollen. Bei einer Befragung bemängelten Schüler unter anderem, dass es auf dieser Route mitunter schwierig sei, Straßen zu überqueren, und sie sich durch zu schnelle Autofahrer gefährdet sähen.

 

Im Zuge des Ausbaus der Bahnhofstraße, die aufgrund mangelnder Substanz ohnehin erneuert werden muss, werden Schutzstreifen, farblich gestaltete Aufstellflächen für Radfahrer und Markierungen auf der Fahrbahn geschaffen. Die Stadt verspricht sich davon mehr Sicherheit an den Kreuzungen der Bahnhofstraße mit der Kolpingstraße und der Großen Straße (bei der Propsteikirche).

 

Das Konzept beinhaltet auch den Ausbau des Knotenpunktes Bahnhofstraße, Franz-Vorwerk-Straße und An der Gräfte beim Bahnübergang Zitadelle. Hier soll eine komplette Ampelanlage entstehen, die an das System zur Steuerung der Schranken angeschlossen werden müsste. Weitere Ampelanlagen etwa an der Kreuzung Bahnhofstraße/Kolpingstraße (beim Offizialat) sollen Knotenpunkte zusätzlich sicherer machen.