Im Bereich des ehemaligen Vechtaer Bahnhofs startet in diesen Tagen der Bau der Brücke für Fußgänger, Rollstuhl- und Radfahrer. Die Baustelle ist nun so weit hergerichtet, dass die Baufirma (Arbeitsgemeinschaft Wilhelm Scheidt Bauunternehmung und Heinrich Rohlfing GmbH) mit den Gründungsarbeiten begonnen hat. Es werden zunächst Bohrpfähle hergestellt, über die später die auftretenden Lasten aus dem Brückenbauwerk in den Untergrund in tragfähige Schichten eingeleitet werden. Die etwa 10 Meter langen und 42 Zentimeter dicken Bohrpfähle werden mit einem 50 Tonnen schweren Bohrgerät im Bereich des Bahnhofs in den Boden gesetzt. Zurzeit finden dort die vorbereitenden Arbeiten statt.

 

Die Brücke wird nach ihrer Fertigstellung die westlichen Wohngebiete und den Zitadellenpark mit der Innenstadt verbinden. Das Bauwerk wird insgesamt 306 Meter lang sein, davon 185 Meter als Brücke. Bestandteil sind auch Rampen mit sanftem Gefälle. Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Fahrradfahrer gelangen so problemlos über die Brücke zu den Geschäften und Institutionen in der Mitte Vechtas. Auf einer Breite von 3,50 Metern bis 4 Metern können sie sich gefahrlos begegnen.

 

Weitere Daten zum Bauwerk: Es werden 325 Tonnen Stahl und 570 Kubikmeter Beton verbaut. 125 Pfähle stützen/halten das Gewicht der Brücke und die auf sie wirkenden Kräfte. Dabei handelt es sich um eine Schrägseilbrücke, die oberhalb der Bahnschienen verläuft und eine Einzelspannweite von maximal 36 Metern erreicht. 2500 Kubikmeter Boden müssen für den Bau bewegt werden. Mit der Fertigstellung ist Ende 2017 zu rechnen. Um die Brücke einzuhängen, muss die Bahnstrecke Bremen-Osnabrück an einem Wochenende für 52 Stunden gesperrt werden. Die Stadt wird darüber rechtzeitig informieren. 

 

Der Bau der Geh- und Radwegbrücke ist ein Bestandteil des Wohn- und Verkehrsprojekt „Neue Mobilität am Park“. Die Stadt baut am alten Bahnhof zudem ein Mobilitätszentrum. Investoren errichten auf der Fläche zwischen dem Kino und der Straße An der Gräfte moderne Stadthäuser mit neuen Wohnungen und einer Parkgarage, in dem viele öffentliche Parkplätze entstehen. Die beteiligten Baufirmen der benachbarten Baustellen haben ihre Arbeiten in der ersten Phase gut miteinander abgestimmt. Der Rat der Stadt Vechta hat darüber hinaus kürzlich dem Verkauf eines Grundstücks am Bahnhof zugstimmt. Dort will ein Investor ein Hotel mit einem Restaurant und einer Bäckerei errichten.

 

Über aktuelle Entwicklungen des Gesamtprojektes informiert die Stadt unter www.vechta.de/mobilitaet. Dort ist auch ein Zugang zu einer Webcam eingerichtet, die den gesamten Bauverlauf regelmäßig fotografiert. Auch in den Schaukästen an der Ecke Neuer Markt/An der Gräfte können während der gesamten Bauzeit aktuelle Informationen zu dem Verkehrs- und Wohnprojekt eingesehen werden.