Das Castrum Vechtense öffnet seine Gärten. Der Grund dafür:  am Sonntag, 5. Juni, bietet Christa Janzen beim „Tag der offenen Gartenpforte“ eine Führung durch die Garteninsel der nachgebauten Burganlage an. Die Besucher führt sie dann in die Welt der mittelalterlichen Heil-und Kräuterpflanzen ein.


Der Heilpflanzenbereich der Burggarteninsel Vechta besteht seit 2014. Bei der Auswahl der Pflanzen dienen die Landgüterverordnung Karls des Großen (Capitulare de Villis), die Schriften Hildegard v. Bingens und die „Väter der Botanik“ der Renaissance, Leonhart Fuchs, Otto v. Brunfels und Hieronymus Bock, als Vorbilder.


Der mittelalterliche Burggarten weist insgesamt neun Beete mit Heil- und Kräuterpflanzen auf. Die Zahl Neun verleiht den hier wachsenden Kräutern das „vollkommen Himmlische“, die pflanzlichen Wirkkräfte und damit den Schutz, den die Menschen vor Krankheiten brauchen.


Bewusst baut das Museum auch Pflanzen an, die damals in der freien Natur gesammelt wurden. Die Pflanzen sind dabei vor allem heutigen Anwendungsbereichen wie Infektionen, Nieren-, Atemwegs-, Herzbeschwerden oder Frauenleiden zugeordnet.

Dies war in früheren Zeiten anders: so wurden Pflanzen meist gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Dies war mitunter gefährlich. So wurde die Akelei, welche zu den Hahnenfußgewächsen gehört und in Teilen giftig ist, zur Heilung von Geschwüren, gegen Ohnmachten und zur Stärkung des Herzens verwendet.


Die Kosten für die Führung betragen 7 Euro. Der Eintritt zur Burganlage ist inbegriffen.