Das „Unternehmerforum Spezial“ befasste sich jetzt mit dem Thema Fachkräftegewinnung aus Spanien. Vorgestellt wurde das Gemeinschaftsprojekt „DESTINO ALEMANIA“ der spanischen IHK in Segovia (Spanien) und der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik in Vechta (PHWT).  Das Projekt will spezifische Kompetenzen bei Bewerbern aus Spanien mit dem Ziel fördern,  ihnen einen erfolgreichen Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Es wurde im September 2011 ins Leben gerufen und bereits mehr als 160 spanische Fachkräfte konnten seit dem in Deutschland einen neuen qualifizierten Arbeitsplatz finden.

Projektleiter Andreas Kunzmann, Dozent für spanisch an der PHWT sagte während der Veranstaltung im Rathaus, das Projekt sei als Antwort auf den Fachkräftemangel in Deutschland und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien entstanden. Diese beträgt dort mehr als 25%, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sogar 50%. Mittlerweile würden sich 21 Handelskammern aus ganz Spanien an dem Projekt beteiligen, ergänzt Carlos Besteiro Rivas, Hauptgeschäftsführer der IHK in Segovia. „DESTINO ALEMANIA“ hat sich die Vermittlung von Kompetenzen für eine erfolgreiche Integration in die deutsche Gesellschaft und die berufliche Eingliederung an einem neuen Arbeitsplatz zum Ziel gesetzt. Es bereitet spanische Fachkräfte behutsam und effizient auf ihr Leben in Deutschland vor, damit die Integration ein Erfolg wird. Das Projekt hat in Spanien eine Vorreiterrolle und ist als einziges  Programm, das spanische Fachkräfte aus allen Landesteilen anspricht, auch außerordentlich erfolgreich. 82% der spanischen Fachkräfte mit der Intention über „DESTINO ALEMANIA“ in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden, haben ihr Ziel auch erreicht.

„DESTINO ALEMANIA“ richtet sich an alle, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. eine Berufsausbildung verfügen. Teilnehmen können Personen aus ganz Spanien mit Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedstaates. Grundvoraussetzung für jeden Kandidaten ist eine hohe Motivation sowie der persönliche Entschluss, sich auf ein Leben in Deutschland vorzubereiten. Nach 250 Stunden Deutschunterricht erwirbt die große Mehrheit der Teilnehmer (90%) in einer Prüfung das Sprachzertifikat Deutsch B1 des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge. Das bedeutet, die Bewerber können die deutsche Sprache selbständig anwenden. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte für weitere Informationen an den Projektleiter Andreas Kunzmann, E-Mail: kunzmann@phwt.de, Private Hochschule für Wirtschaft und Technik, Rombergstraße 40, 49377 Vechta. Internet: www.phwt.de