Ein bisschen Abwechslung zum Unterrichtsalltag haben 15 junge Flüchtlinge im Museum im Zeughaus genossen. Die 17- bis 21-jährigen Berufsschüler informierten sich über die Geschichte Vechtas, und sie erfuhren viel über die historischen Beziehungen zwischen Christen und Muslimen. Diese gebe es bereits seit Jahrhunderten, erklärte Museumsleiter Axel Fahl-Dreger. Er machte dies an drei Epochen deutlich: der Verbreitung des Islam zwischen 500 und 800 nach Christus, der Zeit der Kreuzzüge und der Ära des Osmanischen Reichs. Großes Interesse zeigten die Schüler auch am Castrum Vechtense, der Rekonstruktion der mittelalter-lichen Burg Vechta im Zitadellenpark. Sie lernten, wie die Menschen früher gegessen und gearbeitet haben. Fahl-Dreger zeigte den Besuchern, wie Werkzeuge eingesetzt wurden.


Bei den Flüchtlingen handelte es sich um Männer aus dem Sudan, Eritrea, Syrien, Iran und Irak. Sie sind seit einigen Monaten in Deutschland und besuchen eine Sprach- und Integrationsklasse an der Berufsbildenden Schule in Wildeshausen. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Kultusministerium gefördert.