Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

für das kommende Jahr 2016 möchte ich Ihnen im Namen des Rates und der Stadtverwaltung Vechta alles Gute wünschen. Ich danke allen, die in Politik, Verwaltung, Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung für unser Gemeinwesen übernommen und sich auf diese Weise für die positive Entwicklung unserer Heimatstadt eingesetzt haben.

 

Lassen Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr 2015 mit teils schönen aber auch schweren Momenten hinter sich. Schauen Sie auf das Erreichte – und voller Zuversicht nach vorn: auf das, was 2016 vor uns liegt. Denn wie sich das neue Jahr gestaltet, liegt in erster Linie an uns allen.

 

2015 war ein Jahr, in dem uns die Entwicklungen auf der internationalen Bühne gezeigt haben, dass unsere Welt kleiner geworden ist – und damit gleichermaßen: wie zerbrechlich sie sein kann. Nach UN-Schätzungen sind heute rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Ihnen gilt unser Mitgefühl. Denn wo Gefahren nicht zu besiegen sind, scheint Flucht der einzige Ausweg. 

 

Mit Bildern aus Paris und von den Grenzzäunen Europas mussten wir auf schmerzliche Weise erfahren, dass auch die westliche Welt zum Schauplatz von Elend und Vertreibung werden kann. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es umso wichtiger, dass wir zusammenrücken. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Vechta haben mit ihrem Tun in den vergangenen Monaten gezeigt, dass der Schlüssel von Wohlstand und Wachstum nicht die Abschottung sein kann, sondern Offenheit und soziales Engagement. Denn mit ihrem selbstlosen Einsatz für die in Vechta eintreffenden Flüchtlinge haben Sie den Grundstein für deren gesellschaftliche Teilhabe hier bei uns gelegt. Nicht zu vergessen ist auch der Einsatz der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Vechta, die für die finanzielle Versorgung und Unterbringung der ankommenden Flüchtlinge Sorge tragen. Ich danke Ihnen allen, die Sie einmal mehr bereit sind, Ihre Stadt in diesen Stunden mitzugestalten.

 

Auch unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern möchte ich für das Jahr 2016 etwas mit auf den Weg geben: Haben Sie den Mut sich einzubringen. Überwinden Sie die Hürden des Neubeginns. Lernen Sie die Sprache des Gastlandes. Lassen Sie sich auf Ihre Nachbarn und Ihre neuen Kollegen ein. Und lassen Sie sich auch von negativen Entwicklungen nicht entmutigen – tragen auch Sie dazu bei, dass Vechta weiterhin die lebensfrohe Stadt bleibt, die uns so sehr am Herzen liegt.

 

Besonderes Engagement zahlt sich in vielen Lebensbereichen aus. Dank unseres tatkräftigen Miteinanders, konnten wir 2015 viele für die Zukunft der Stadt wichtige Projekte anstoßen, weiterführen und beenden. Die am 10. Juli 2015 freigegebene Entlastungsstraße „Vechta-West“ trägt im besonderen Maße zur infrastrukturellen Weiterentwicklung Vechtas bei.

 

Die Stadtentwicklung und ein attraktives ländliches Umfeld, in dem auch die Landwirtschaft einen festen Platz hat, erfordern eine nachhaltige Stadtplanungspolitik. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, stellt die Stadt Vechta derzeit den Flächennutzungsplan 2030 auf. Vor uns liegt 2016 auch die Umgestaltung des Bahnhofsbereiches der Stadt, welche die Vechtaer Innenstadt städtebaulich nachhaltig aufwerten wird.

 

Neue Wohngebiete entwickeln, die Basis für die Schaffung von Arbeitsplätzen legen, Kinderbetreuung stärken: das alles erfordert zunächst, das dafür notwendige Geld in die Hand zu nehmen. Dank einer soliden kommunalen Finanzlage und wirtschaftlichen Wachstums war uns dies auch 2015 möglich. So konnten wir beispielsweise das gute Betreuungsangebot weiter verbessern. Mit der „Rappelkiste“, „Vitakids“ und „Kinderpalast“ sind drei neue Großtagespflegestellen hinzugekommen. Für 2016 geplant sind eine Krippe in Vechta, eine Großtagespflegestelle in Langförden sowie die Gründung einer zweiten Kindergartengruppe in der Liobaschule des Kindergartens St. Rafael.

 

Neben der guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf, spiegelt sich die Attraktivität Vechtas auch in einem regen kulturellen Leben wider. Das Angebot der vergangenen Jahre wird 2016 mit hochkarätigen Events fortgesetzt. Bereits zu Beginn des Jahres wird die in Vechta stattfindende Deutsche Radcross Meisterschaft Sportbegeisterte aus ganz Europa anziehen. Ich wünsche mir, dass viele Vechtaer die Gelegenheit nutzen, am 9. und 10. Januar 2016 ins Reiterwaldstadion zu kommen, um ihre heimischen Radcross-Fahrer anzufeuern. 

 

Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist das neue Elektro-Festival „Tante Mia Tanzt“, das Christi Himmelfahrt erstmalig auf dem Stoppelmarktgelände ausgerichtet wird. Rund 30 regionale und internationale DJ-Größen und Bands werden auf drei Bühnen vertreten sein.

 

Nicht nur die Bandbreite der internationalen Stars zeigt, das Interkulturalität in Vechta gelebte Praxis ist: 2015 feierten Langförden und Le Cellier ihre 25-jährige Städtepartnerschaft. Vechta und Jászberény in Ungarn blickten zusammen auf 20 gemeinsame Jahre zurück.

 

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

mit guter Infrastruktur, steigenden Geburtenzahlen – entgegen dem demografischen Trend – und einer starken Bürger- und Unternehmerschaft an der Seite, befindet sich Vechta eindeutig auf Erfolgskurs. 

 

Ich möchte alle herzlich dazu einladen, sich weiterhin mit ihrer großen Schaffenskraft für das Gemeinwesen einzusetzen. Denn mit einem neuen Jahr beginnt auch ein neues Kapitel. Lassen Sie uns gemeinsam darin schreiben, damit wir die vor uns liegenden Herausforderungen unserer Heimatstadt erfolgreich meistern können.

 


Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen allen viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

 

 

 

Ihr

 

Helmut Gels

Bürgermeister