2017 ging es am Bahnhof Schritt für Schritt voran, 2018 wird weiter am Wohn- und Verkehrsprojekt "Neue Mobilität am Park" gearbeitet. Foto: Hartjens

Rück- und Ausblick

Grußwort zum Jahreswechsel 2017/2018

veröffentlicht: am 27.12.2017     Alle Themen

Bürgermeister Helmut Gels blickt zurück auf 2017 - ein Jahr, in dem sich die Stadt Vechta hervorragend weiterentwickelt hat.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

2017 war wiederum ein Jahr des Fortschritts in Vechta, unsere Heimatstadt hat sich hervorragend weiterentwickelt. Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, wie viele Menschen ehren- oder hauptamtlich zu diesem gemeinsamen Erfolg beitragen. Sie engagieren sich in der Politik, in der Kirche oder in Vereinen, sie arbeiten in behördlichen Institutionen und Firmen. Sie bringen sich mit Ideen, Kreativität, Know-How, Fleiß und Erfahrung in ihrem jeweiligen Umfeld ein. Als Bürgermeister hat man das Privileg, sich mit vielen dieser Menschen in Gesprächen und bei Veranstaltungen austauschen zu können und sie näher kennenzulernen. Das geschieht oft einvernehmlich, gelegentlich auch kontrovers, immer getragen vom Wunsch, das Beste für unsere Stadt zu erreichen.  So ergibt sich in meinem Rückblick eine Collage aus vielen, vielen Gesichtern und Charakteren, mit denen ich das Jahr 2017 verbinde. Ihnen allen und den vielen anderen, die 2017 zu einem erfolgreichen Jahr für unser Vechta gemacht haben, möchte ich zum Jahreswechsel meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen.

Umso schmerzhafter ist, wenn wir uns von Menschen verabschieden müssen, die sich immer vorbildlich für unsere Stadt eingesetzt haben. In diesem Jahr mussten wir, für alle unerwartet, von Hubert Wolking Abschied nehmen. Er war Kommunalpolitiker, seit 1991 im Stadtrat, Vorsitzender seiner Fraktion, über die langen Jahre Vorsitzender und Mitglied in zahlreichen Ausschüssen.  Vor allem aber war Hubert Wolking ein Mensch, der seine Stadt liebte, der mit Freude, positiver Ausstrahlung und großer Motivation dafür arbeitete, Vechta voranzubringen. Dies war sein Anliegen, für das er sich stets gut vorbereitet, argumentationsstark, konstruktiv und uneigennützig einsetzte. Durch seine Authentizität, seine ganz persönliche, individuelle Art, mit Themen und Menschen umzugehen, hat er sich ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit, Zustimmung und auch Zuneigung erarbeitet und verdient – jenseits aller Parteigrenzen. Wir werden Hubert Wolking ein ehrendes Andenken bewahren.

Liebe Vechtaerinnen und Vechtaer,

gemeinsam befinden wir uns weiterhin mitten in einem Entwicklungsprozess. Nach wie vor wächst unsere Stadt. Durch Zuzug und einen Geburtenüberschuss steigt die Einwohnerzahl weiter an. Das können nicht viele Städte von sich sagen. Aber diese Entwicklung verpflichtet auch. Politik und Verwaltung müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Menschen in unserer Stadt eine Wohnung finden oder ein eigenes Haus errichten können; dass sie hier arbeiten und ihren Freizeitaktivitäten nachgehen können, dass sie und ihre Familien hier alles vorfinden, was eine hohe Lebensqualität ausmacht.

In dieser Hinsicht hat Vechta schon viel zu bieten, aber wir dürfen uns auf dem, was wir erreicht haben, nicht ausruhen. Wir müssen heute schon vorausdenken und uns fragen, wie wir unseren Kindern und Enkelkindern ein gutes Leben ermöglichen können. Dazu können viele Projekte, die wir 2017 begonnen, fortgesetzt oder abgeschlossen haben, einen Beitrag leisten.

So haben im vergangenen Jahr gleich in drei Wohnbaugebieten Eigentümer damit begonnen, Häuser zu errichten. In Telbrake haben wir 112, in Langförden 34 und in Calveslage 20 städtische Baugrundstücke anbieten können. Die Nachfrage ist nach wie vor größer als das Angebot. Deshalb arbeiten wir weiterhin daran, neues Bauland zu erschließen, aber auch die innerstädtischen Wohnquartiere nachzuverdichten. Wir steuern dies gezielt und erfolgreich. Ich bin überzeugt davon, dass unsere Stadt von dieser Steuerung noch jahrelang stark profitieren wird. Schließlich geht es darum, bisher ungenutzte Flächen optimaler zu nutzen und gewachsene Strukturen zu schützen. Denn in manchen Bereichen bietet sich eine Entwicklung an, in anderen aber nicht.

Ein großer Gewinn für die Lebensqualität in unserer Stadt wird das neu geschaffene Umfeld des Bahnhofs werden. Dort stehen die Arbeiten an der Brücke kurz vor dem Abschluss. 2018 werden die ersten Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Radfahrer zwischen dem Zitadellenpark und den westlichen Wohngebieten sowie der Innenstadt hin- und herpendeln. Schon bald werden die ersten Bewohner in die Stadthäuser einziehen. Auch ein neues Hotel entsteht, und 2018 wird der Bau der Mobilitätsstation starten.

Glücklich sind wir über den neuen Bauhof der Stadt Vechta, den wir in diesem Jahr eingeweiht haben. Von dort aus können die Abläufe für die Pflege der öffentlichen Straßen, Plätze und Grünanlagen, die Unterhaltung unserer gut 70 Spielplätze und der Winterdienst besser koordiniert werden. 2017 haben wir zudem begonnen, unser neues Feuerwehrhaus zu bauen. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr haben es verdient, dass wir für ihre wichtige Aufgabe optimale Bedingungen schaffen. Rund um die Uhr sind sie bereit, uns in Notlagen zu helfen und für unsere Sicherheit zu sorgen. Mit dem Umzug zum neuen Standort wird diese ehrenamtliche und ehrenvolle Arbeit erleichtert.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Politik, Verwaltung und die Träger der Einrichtungen haben in den vergangenen Jahren ein großes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder geschaffen. Dieses Angebot haben wir auch im vergangenen Jahr optimiert. Es stehen aktuell rund 400 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sowie 1054 Kindergartenplätze zur Verfügung. Im kommenden Jahr sind weitere 30 Krippenplätze und 32 Kindergartenplätze geplant, um auch künftig den Anforderungen gerecht zu werden.

Weiterhin investiert die Stadt Vechta in die Unterhaltung der Schulen. In diesem Jahr wurden die Pausenhöfe an der Alexanderschule und Martin-Luther-Schule sowie an der Christophorusschule erneuert. Entstanden sind attraktive Spielplätze für die Kinder, die sie nicht nur in den Pausen nutzen können, sondern auch in der Freizeit. Die Modernisierung der Geschwister-Scholl-Oberschule, ein mehrjähriges Investitionsprogramm von insgesamt 10,1 Millionen Euro, schreitet derweil weiter voran.

Wichtig ist uns zudem die Entwicklung der Sportstadt Vechta. Richtungweisend ist der geplante Ausbau der Sportanlagen des VfL Oythe und der Sportfreunde Niedersachsen Vechta. Für circa 10,4 Millionen Euro sollen die Sportstätten am Oyther Berg, an der Universität und am Bergkeller erweitert und modernisiert werden, um den Vereinssport entscheidend zu stärken. Die Voraussetzungen dafür haben Politik und Verwaltung 2017 geschaffen. Aber wir denken auch hier noch weiter. Mit dem Sportentwicklungsplan nehmen wir das gesamte Stadtgebiet in den Blick. Ziel ist es, Sport- und Bewegungsräume zu verbessern und neu zu erschließen, die letztlich allen zugutekommen. Ein Projekt, das bis 2030 ausgelegt ist. Die ersten Ideen und Anregungen seitens sportinteressierter Bürgerinnen und Bürger haben wir bereits erhalten.

Den Kulturbegeisterten in unserer Stadt wurde 2017 wieder ein attraktives und vielfältiges Programm geboten. Highlights waren die Open-Air-Veranstaltungen im Innenhof der Justizvollzugsanstalt für Frauen. Diesmal haben Götz Alsmann sowie Scala und die Kolacny-Brothers das Publikum begeistert. Bedeutend waren auch die Angebote zu zwei berühmten Söhnen unserer Stadt: Zum 250. Geburtstag des Geigers und Komponisten Andreas Romberg haben die Zuschauer im Rathaus-Foyer ein hochklassiges Chorkonzert erlebt. Zudem konnten wir eine neue Sammlung mit bisher unbekannten Texten des berühmten Vechtaer Schriftstellers Rolf Dieter Brinkmann der Öffentlichkeit präsentieren.

Im kommenden Jahr wird unter anderen Entertainerin und Sängerin Ina Müller das Publikum in Vechta begeistern. Insbesondere für die junge Generation entwickelt sich derweil das Elektro-Festival „Tante Mia tanzt“ immer mehr zu einer festen Größe mit beeindruckenden Gästezahlen.   

Liebe Vechtaerinnen und Vechtaer,

ich bin stolz und glücklich, all diese Entwicklungen mit Ihnen zusammen gestalten und erleben zu dürfen. Vechta ist ein Ort, an dem es sich zu leben lohnt. Ich möchte sie motivieren, sich auch weiterhin für das Allgemeinwohl einzusetzen. Im abgelaufenen Jahr haben wir zwei Veranstaltungen organisiert, um insbesondere den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken. Dies waren zum einen die Wahlhelferinnen und -helfer, die sich zur Bundestagswahl und vorgezogenen Landtagswahl in den Dienst der Demokratie gestellt haben. Zum anderen haben wir die Flüchtlingshelfer eingeladen, die sich nach wie vor für die Integration schutzsuchender Menschen in unserer Stadt engagieren. Das Thema ist ein wenig aus dem Blickfeld der Berichterstattung gerückt. Aber die Herausforderungen der Integration müssen nach wie vor bewältigt werden. Dies geht nur mit der Bereitschaft vieler Menschen, anderen zu helfen. 2017 war auch in dieser Hinsicht ein gutes Jahr. Ich würde mir wünschen, dass wir 2018 nicht nachlassen.

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

Ihr

Helmut Gels