Mit einem Festakt im Foyer des Vechtaer Rathauses endeten jetzt die Feierlichkeiten anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen der Kreis und Universitätsstadt Vechta und der ungarischen Stadt Jászberény. Bereits seit Donnerstag, 19.03., hielt sich eine 60-köpfige Delegation aus der Partnerstadt in Vechta auf. Am 25. Juni 1994 wurde in der Aula der Universität Vechta der Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten unterzeichnet, nachdem dies in Ungarn bereits ein Jahr zuvor geschehen war. Mit Rücksicht auf die Kommunalwahl in Ungarn im vergangenen Jahr wurde die Feier in Vechta um einige Monate verschoben. Begonnen hatten die Beziehungen beider Städte mit ersten Begegnungen zwischen Vertretern des Lehel-Vezér-Gimnáziums in Jászberény und dem Gymnasium Antonianum in Vechta. In seiner Ansprache sagte Vechtas Bürgermeister Helmut Gels, dass in den vergangenen 20 Jahren viele Kontakte und Freundschaften zwischen den Menschen in beiden Städten entstanden seien. Von Anfang an hätten Bürgerbegegnungen im Mittelpunkt der Städtepartnerschaft gestanden, sei es über die Freundeskreise, die es in beiden Städten gibt, über die Schulen, die Feuerwehr, die Musikschulen, den Chören oder neuerdings auch über die Krankenhäuser. Diese engen Kontakte hätten dafür gesorgt, dass die Städtepartnerschaft fest im Bewusstsein der Bürger verankert sei. Er würdigte besonders die Verdienste des verstorbenen Vechtaer Bürgermeisters und Ehrenbürgers, Bernard Kühling, und des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Jászberény, Dr. Levente Magyar. Gemeinsam hätten sie das Anliegen verfolgt, durch die Begründung einer Städtepartnerschaft ein neues und enges deutsch-ungarisches Verhältnis zu begründen. Der Bürgermeister der Stadt Jászberény, Dr. Tamás Szabó, hob hervor, dass die Städtepartnerschaft heute sehr intensiv gelebt würde. Sein Ziel sei es, auch weiterhin junge Leute und Familien in die Städtepartnerschaft mit einzubeziehen. „Ich glaube an die Kraft der Gemeinschaft und das wir diese Städtepartnerschaft noch weiter entwickeln können“ so Szabó. Mit der neuerlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden bekräftigten beide Bürgermeister anschließend den Willen der Städte, die Partnerschaft auch zukünftig intensiv weiterzuführen. 

 

Eine besondere Auszeichnung erfuhr Vechtas Bürgermeister durch den Stadtrat in Jászberény. Sie ernannten das Vechtaer Stadtoberhaupt zum Ehrenbürger der ungarischen Stadt. Sichtlich bewegt nahm Helmut Gels die Ehrung entgegen und sagte: „Ich trage diese Ehrung für all die Menschen, die die Städtepartnerschaft in den vergangenen 20 Jahren mit Leben erfüllt haben“. Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Musikschule Jászberény, der Kreismusikschule Vechta und dem Madrigalchor aus Vechta. Emotionaler Höhepunkt dabei war das Singen der Nationalhymnen. Der Festakt endete mit einem Musikfeuerwerk. Einen Filmbeitrag über den Festakt können Interessierte unter www.vechta.tv sehen.