Mit der Vergabe von Grundstücken über einen Investoren- und Architektenwettbewerb hat die Stadt Vechta den Grundstein für den Bau hochwertiger Reihen- und Mehrfamilienhäuser im Wohngebiet Hagen gelegt. Acht Bewerber hatten ihre Konzepte für das anonymisierte Verfahren im Rathaus eingereicht. Eine Jury wählte nun drei Gewinner aus, die ihre jeweiligen Pläne auf fünf Grundstücken entlang der Hagen-Ringstraße umsetzen können.

 

In dem neuen Wohngebiet hatte die Stadt Baugrundstücke für die Einfamilien- bzw. Doppelhaus-Bebauung bereits an Interessenten vergeben. In einem zweiten Schritt sollen nun Mehrfamilien- und Reihenhäuser entstehen, um die hohe Nachfrage nach preiswerten Mietwohnungen zu bedienen. Gleichzeitig ist das Ziel der Stadt Vechta eine architektonisch und städtebaulich attraktive Bebauung unter Berücksichtigung von energetischen und ökologischen Gesichtspunkten.

 

Die Form der Vergabe führte dazu, dass Teilnehmerteams aus Investoren und Architekturbüros hochklassige Konzepte einreichten. Genau diesen Effekt hatte sich die Stadt davon versprochen. Die Teilnehmer machten es der Jury schwer, sich für drei Gewinner zu entscheiden. Zu dem Gremium gehörte neben Bürgermeister Helmut Gels der frühe Oldenburger Stadtbaurat Dr. Frank Pantel, der Stadtratsvorsitzende Josef Kläne (CDU), der CDU-Fraktionsvorsitzende Claus Dalinghaus und Ulrich Vatterodt für die SPD-Fraktion. Vom städtischen Fachdienst Stadt- und Landschaftsplanung waren die Leiterin Christel Scharf sowie Wolfgang Heuser und Katharina Muhle vertreten. Außerdem gehörte Christine Mucker, Leiterin des Fachdienstes Grundstücks- und Gebäudemanagement der Jury an.

 

Stadtbaurat Pantel lobte die Initiative der Stadt Vechta, mit einem solchen Wettbewerb eine attraktive städtebauliche Entwicklung zu fördern. Dies sei beispielhaft und nachahmenswert.  

Bürgermeister Helmut Gels war mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir haben mit dem Wettbewerb erreicht, dass sich die Ansprüche an den Mietwohnungsbau erhöhen. Für uns hat es sich gelohnt.“ Auch die soziale Komponente sei berücksichtigt worden. Einige Wohnungen seien für Familien in besonderen Lebenssituationen vorgesehen, die auf dem Wohnungsmarkt oft benachteiligt würden. Gels kündigte an, dass die Vergabe von Grundstücken für den Mietwohnungsbau auch künftig in Form eines Wettbewerbs erfolgen solle.

Der Vorsitzende des Bauausschusses im Vechtaer Stadtrat, Thomas Frilling, begrüßt derweil die Wahl der Jury: „Sie öffnet den Weg zu unserem Ziel, das wir immer im Blick hatten und haben: attraktiver Mietwohnungsbau auf dem Hagen.“

 

Den Zuschlag für die Lose 1 und 2 erhielt die K&K Sonnenstraße GbR aus Vechta. Sie schaffen Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen auf einem 1270 und einem 1051 Quadratmeter großen Grundstück.

 

Erfolgreich auf ein etwa 2000 Quadratmeter großes Grundstück (Los 3) haben sich die GBP Projektentwicklungs GmbH und die Dierken Bau GmbH aus Vechta gemeinsam erfolgreich beworben. Die Stadt erhält ein Belegungsrecht für sechs Wohnungen, für welche eine Mietpreisbindung für die Dauer von zehn Jahren gelten wird.   

 

Reihenhäuser zur Vermietung entstehen auf jeweils gut 2100 Quadratmeter großen Flächen (Los 4 und 5). Diese gehen an die Firma Önder aus Vechta. 

 

Die Grundstücke der Stadt Vechta werden zum Preis von circa 120 Euro pro Quadratmeter bzw. 150 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Wasserversorgungsbeitrag veräußert.