Moritz Rudolph hat in Vechta das Kaffeesieren kennengelernt. Da passte es, dass der Artist in Residence 2016 im Vechtaer Kaffeehauskosmos, wie er es selbst bezeichnet hat, jetzt sein Abschlusswerk vorgestellt hat. In der Umgebung, in der er im Frühjahr 2016 viele Menschen kennenlernte und oft arbeitete, las der Schriftsteller aus seinem Buch „Im Vorübergehen. Notizen aus Vechta“ vor. Dieses ist nun im Geest-Verlag erschienen und im Handel erhältlich.

 

Bei den Premierenlesungen im Café Burrichter, in der Cafeteria der Uni Vechta, im Kaffeerausch und im Museum im Zeughaus, begleiteten ihn die Studentin Sabrine Ferber und Verlagsleiter Alfred Büngen. Tobias Avermann, Fachbereichsleiter bei der Stadt Vechta, dankte Rudolph für seine Eindrücke, die er als Artist in Residence gesammelt und zu Papier gebracht hatte. „Er bietet uns allen einen neuen und zusätzlichen Blick auf unsere Stadt. Er hat es geschafft, dass sich die Menschen hier über seine Eindrücke und Notizen aus Vechta auseinandersetzen, sich freuen und Fragen stellen“, erklärte Avermann: „Ein besseres Ergebnis können sich die Universität und die Stadt Vechta als gemeinsame Projektverantwortliche nicht wünschen.“ Avermann hob auch den Einsatz von Alfred Büngen hervor, der durch seine Betreuung und Unterstützung einen wesentlichen Beitrag dazu leiste, „dass die Künstler hier in Vechta ankommen, einen Einstieg in die Arbeit finden und letztlich das Arbeitsergebnis – die schönen und lesenswerten Texte – auch in Buchform erhalten bleiben“. 

 

Das im März 2014 gestartete Artist-in-Residence Programm der Stadt und Universität Vechta bietet Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Fachrichtungen die Möglichkeit, mit Hilfe eines Stipendiums einige Wochen in Vechta zu leben, künstlerisch zu arbeiten und Menschen der Region kennen zu lernen.