„Wir bauen einen Palisadenzaun“ – so hieß die Aufgabe für Jugendliche der Jugendgruppe der Stellwerk Zukunft gGmbH unter Leitung von Uwe Helmes, die sie vom Museum im Zeughaus für das Burgprojekt Castrum Vechtense gestellt bekommen hatten. Möglich wurde das Projekt zur Vermittlung mittelalterlicher Handwerkstechniken durch die Gewährung einer Landeszuwendung durch die Oldenburgische Landschaft.


Bereit lagen vierzig laufende Meter dicker Eichenbohlen, die mit ihrer Länge von 2,40 Metern schon allein durch ihr Gewicht die Jugendlichen herausforderten. An zwei Tagen haben sie unter sachkundiger Anweisung von zwei Mitgliedern des Fördervereins „Mittelalterzentrum Vechta e.V.“  die Bohlen in Reihe sechzig Zentimeter in der Erde versenkt. Dazu mussten auf dem 1,5 m hohen Burgwall der Hauptburg von Castrum Vechtense ein schmaler Graben ausgehoben und die Bohlen mit Wasserwaage sowohl ins senkrechte als auch ins waagerechte Lot gebracht werden.


Präzises Arbeiten war gefragt, denn schon bei kleinen Abweichungen wären die aufeinander folgenden Bohlen schnell in Schieflage gekommen. Zudem wurde alle 1,60 m eine Schießscharte eingebaut, so wie es im Mittelalter zur Verteidigung der Burg durch Bogenschützen notwendig gewesen wäre.


Nach den zwei Tagen waren die Jugendlichen zu recht kaputt, aber auch stolz auf ihre geleistete Arbeit. Durch ihre Mithilfe konnte ein weiteres großes Stück des Palisadenzaunes der Hauptburg geschlossen werden.