Die Stadt Vechta hat im Umfeld der Alexanderschule und der Martin-Luther-Schule eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Dadurch will sie die Sicherheit auf der Mühlenstraße, dem Philosophenweg und der Hermann-Ehlers-Straße für Schüler erhöhen. Im Zuge dessen hat die Stadt für den Geh- und Radweg am Philosophenweg die Benutzungspflicht aufgehoben. Das bedeutet: Radfahrer müssen ab sofort auf der Straße fahren. Für zwei Altersgruppen gilt dies jedoch nicht: Kinder bis acht Jahre müssen weiterhin beim Radfahren den Gehweg nutzen, Kinder bis zehn Jahre dürfen dies nach wie vor.

 

Die Stadt Vechta befasst sich laufend mit der Verkehrssicherheit, insbesondere vor Schulen und Kindergärten. Dies geschieht in Abstimmung mit der Polizei und den Einrichtungen. Grundsätzlich sind die Bereiche nach Auffassung der Stadt sicher. Zu diesem Ergebnis kommt auch ein aktuelles Gutachten des Fachbüros PGT, wonach nahezu alle Schulen und Kindergärten in verkehrsberuhigten Bereichen liegen. Wo Verbesserungsmöglichkeiten gesehen werden, werden diese schnellstmöglich umgesetzt. So hält die Stadt die Tempo-30-Zone im Umfeld der Alexanderschule und der Martin-Luther-Schule für sinnvoll.

 

Bürgermeister Helmut Gels warnt aber vor einer vermeintlichen Schildersicherheit. „Ein Schild allein bewirkt nichts. Deshalb müssen wir Begleitmaßnahmen treffen“, sagt er. Dazu zählt unter anderem die Weiterentwicklung des Radverkehrskonzepts, an dem die Stadt arbeitet. Aber auch die Autofahrer seien für die Sicherheit mitverantwortlich, indem sie verantwortungsbewusst fahren, appelliert Gels. 

 

Überdies strebe die Stadt eine Gesamtlösung für Tempo-30-Bereiche an, um nicht - wie in der Vergangenheit geschehen – des Öfteren über Einzelfragen entscheiden zu müssen. So legte die Verwaltung dem Bauausschuss des Stadtrates kürzlich ein weiterentwickeltes gesamtstädtisches Konzept für Tempo-30-Regelungen vor Schulen und Kindergärten sowie in Wohngebieten vor.

 

In zahlreichen neueren Wohnquartieren gibt es bereits Tempo-30-Zonen. Das Fachbüro PGT empfiehlt, diese auch in älteren Wohngebieten einzurichten, um sie verkehrsrechtlich anzugleichen. Gefahrensituationen bestünden dort zwar nicht, erklären die Gutachter, aber durch das Tempolimit erhöhe sich das subjektive Sicherheitsempfinden von Radfahrern und Fußgängern.