Die Stadt Vechta zeigt ab Mittwoch (28. September) im Foyer des Rathauses die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“. Das Besondere: Sie ist in arabischer Sprache verfasst. So bekommen Asylsuchende aus dem arabischen Raum die Chance, sich über die Geschehnisse rund um den Mauerfall zu informieren. Allein in Vechta können damit 70 bis 80 Prozent der Flüchtlinge erreicht werden.

 

Die Stadt beteiligt sich damit an der bundesweiten interkulturellen Woche. Die Ausstellung haben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Auswärtige Amt herausgegeben. Sie zeichnet den Weg zur Deutschen Einheit von der friedlichen Revolution im Herbst 1989 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nach. Flüchtlingssozialarbeiterin Constanze Aschern und die Studierenden Caroline Kathmann und Belal Elsayed von der Uni Vechta präsentierten Bürgermeister Helmut Gels und Fachdienstleiter Christoph Wichmann die Dokumentation mit vielen historischen Fotos. Elsayed ist ägyptischer Staatsbürger. Er macht zurzeit ein Praktikum bei der Stadt und übersetzte seinen Gesprächspartnern gestern einige Textstellen. Im Foyer liegen aber auch Handouts zur Ausstellung in deutscher Sprache aus. Sie ist bis zum 7. Oktober zu besichtigen.