Bereits zum vierten Male veranstalten die Erholungsgebiete Dammer Berge und Thülsfelder Talsperre sowie die Ausflugsregion Nordkreis Vechta einen „Tag der offenen Gartenpforte“. Am Sonntag, den 11. Juni und am Sonntag, den 3. September 2017 öffnen insgesamt 16 Gartenbesitzer in der Zeit von 11.00 Uhr – 18.00 Uhr  zwischen Friesoythe und Damme für eine „Visite“ ihre Gärten.


An diesen beiden Tagen haben Besucher die Möglichkeit, ohne Anmeldung die Gärten zu besichtigen und mit den Besitzern Erfahrungen auszutauschen. Ganz bewusst wurde wie auch im letzten Jahr ein Termin im Frühsommer und Spätsommer gewählt, denn zu den unterschiedlichen Jahreszeiten zeigen sich die Gärten in verschiedenen facettenreichen Farben. Im vergangenen Jahr nahmen 20 Gartenbesitzer an der Aktion teil und verzeichneten rund 2.500 Besucher. Auf Initiative der Erholungsgebiete und der Ausflugsregion wurde 2013 das Projekt unter dem Namen „Visitentouren“ ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine Broschüre mit rund 50 privaten Gartenbesitzern, die von der Gartenexpertin Dipl. Ing. Elke Schwender aus Wardenburg für die Aufnahme in der Broschüre nach den Richtlinien der „Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur“ geprüft und bewertet wurden. Das Oldenburger Münsterland ist bei vielen Gästen durch die gepflegten Gärten, Parks, Landschaften und Höfe bekannt. Viele Touristen bewundern das Engagement der Gartenbesitzer, die mit viel Liebe zum Detail ihre Gärten pflegen. Für den Tourismus sind diese Gärten ein wichtiges kulturelles Aushängeschild innerhalb einer intakten Infrastruktur.


Das Projekt wurde 2013 von der Europäischen Union im Rahmen des ILEK-Prozesses (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept) und von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

Unterstützt wird das Projekt auch in diesem Jahr von der Firma Gramoflor aus Vechta, die Blumen- und Pflanzerde aus dem Oldenburger Münsterland herstellen, sowie der Abfallwirtschaftsgesellschaft Vechta (AWV).


Vorgestellt wurde das Projekt in diesem Jahr pünktlich vor dem ersten Termin im Getreidegarten von Paul Arlinghaus bei der Schweger Mühle in Dinklage. Dort können neben den aktuellen Getreidearten auch die historischen wie Dinkel, Einkorn und Emmer begutachtet werden. Neben dem Getreide sind in der Zeit von Juni bis September aber auch die immer seltener werdenden Feldblumen wie Kornrade, Klatschmohn und Kornblume zu bewundern. Ziegenaugengras, Buchweizen, Amaranth, Hirse, Sojabohnen und Linsen vervollständigen das Angebot. Nach einem Gang durch den Getreidegarten lohnen sich außerdem ein Besuch der Holländer Galeriewindmühle, der Ausstellung „Vom Korn zu Brot“ sowie ein kleiner Spaziergang durch die imposante Fachwerksiedlung Bussjans Hof mit anschließendem Kaffee und Kuchen im Café Bussjans Hof.


Weitere Informationen zu den Gärten, fachkundige Führungen, Radtouren, Eintrittsgelder usw. gibt es online unter: www.visitentouren.de