Aufgrund von Investitionen und Kostensteigerungen muss das Wasserwerk Vechta die Trinkwasserpreise zum 1. Januar 2017 anheben. Davon unberührt bleibt der Verbrauchspreis, der seit 1999 stabil bei 77 Cent brutto pro Kubikmeter liegt. Angehoben wird der jährliche Grundpreis: Für einen 4-Personen-Haushalt mit einem so genannten QN 2,5 Zähler steigt die monatliche Grundgebühr um 1,99 Euro auf 6,49 Euro (siehe auch Anhang). Es ist die erste Erhöhung seit 2011.

 

Der Betriebsausschuss des Stadtrats hat sich seiner gestrigen Sitzung für den Wirtschaftsplan 2017 ausgesprochen. Dieser sieht Investitionen in die Zukunft des Wasserwerks in Höhe von 753.000 Euro vor. Diese kommen der Qualität des Wassers und somit dem Verbraucher zugute. Der Stadtrat muss den Plan noch verabschieden.

 

Hintergrund ist die erhöhte Wasserentnahmegebühr durch das Land Niedersachsen um 40.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen steigende Material-, Lohn- und Energiekosten sowie notwendige Investitionen in das Wasserwerk und das Rohrnetz.

 

Bei der Wasserversorgung sind etwa 80 Prozent der Kosten fest fixiert. Dies gilt vor allem für Kapitalkosten und Unterhaltskosten der Anlagen wie Leitungen, Brunnen, Behälter, Aufbereitungsanlagen. Lediglich 20 Prozent der Kosten sind variabel in Abhängigkeit des Verbrauches - zum Beispiel Pumpstrom und Wasserentnahmeentgelt. Daher erfolgt die Preiserhöhung in Form einer Anhebung bei den Grundpreisen. Dabei werden die Grundpreise abhängig von der Nenngröße und der Bauart des Wasserzählers angehoben.

 

Im bundesweiten Vergleich liegt die Verbrauchsgebühr in Vechta 50 Prozent unter dem deutschen Mittelwert. Mit der Grundgebühr liegt Vechta bundesweit im Mittelfeld (siehe Anhang).