Der Weltwassertag 2017 am Mittwoch (22. März) steht unter dem Motto „Wastewater - Abwasser“. Aus diesem Anlass möchte die Stadt Vechta ihr Bürgerinnen und Bürger zu einem bewussteren Umgang mit Abfällen bewegen. Denn nach wie vor landen zu viele Lebensmittelreste, Hygieneartikel und andere Haushaltsabfälle in der Kanalisation statt in der Mülltonne. Die Abfallstoffe können in den Kläranlagen nur mit erheblichem Aufwand aus dem Abwasser herausgeholt und beseitigt werden. Sie verstopfen die Kanäle und sorgen für Ausfälle der Pumpstationen. In der jüngeren Vergangenheit sind die Pumpwerke in den Wohngebieten Stukenborg und Klänenesch stark verfettet worden. Anlieger sind entsprechend darauf hingewiesen worden.


Abfälle in der Kanalisation erhöhen auch in den Unterhaltungsaufwand. Sie sind zudem Futter für schädliche Nager wie Ratten, wodurch mögliche Krankheitsquellen entstehen. Den Müll zu beseitigen birgt auch Gefahren für die Mitarbeiter der Stadtentwässerung. Der erhöhte Unterhaltungsaufwand führt nicht zuletzt dazu, dass die Abwassergebühren steigen. Die Allgemeinheit zahlt für das Fehlverhalten einiger Weniger.


Auch chemische Rohrreiniger, Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie WC-Beckensteine werden häufig unbedacht und in zu großen Mengen verwendet. Dasselbe gilt für mobile Toi-letten – etwa in Campingbussen oder Baustellentoiletten, die unter Einsatz keimtötender Wirkstoffe funktionieren. Gelangen Reststoffe aus solchen Toiletten in die Kanalisation oder die Kläranlage, stören sie zunehmend deren Betrieb. Sie können die Reinigung beeinträchti-gen, da sie nur schwer aus dem Abwasser zu entfernen sind. Diese Belastung der Gewässer kann reduziert werden, wenn man sich freiwillig beim Verbrauch auf ein gesundes Maß be-schränkt beziehungsweise auf umweltschonende Produkte beschränkt.