Wilfried Völker hat sich bei der Stadt Vechta in den Ruhestand verabschiedet. Der Leiter zweier Fachdienste erhielt an seinem letzten Arbeitstag (Donnerstag, 30. Juni) eine Urkunde, Geschenke, viel Lob und Anerkennung für seine 41 Dienstjahre bei der Stadtverwaltung. Bürgermeister Helmut Gels würdigte Völker als idealen Teamleiter, der Großes für Vechta geleistet habe. „Ich bedaure sehr, dass Sie auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand gehen. Gleichwohl habe ich Verständnis für diese Lebensentscheidung“, sagte er.

 

Gels bedankte sich im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die kollegiale und verlässliche Zusammenarbeit. Der 60-Jährige habe seinen großen Erfahrungsschatz und seine hohe Fachkompetenz immer im Sinne der Vechtaer Bevölkerung eingesetzt. Vor allem dann, wenn Bürgerinnen und Bürger Hilfe und Unterstützung benötigten. Denn Völker leitete vom Jahr 2000 an das Amt für Soziales, Jugend und Sport. Nach der Umstellung der Verwaltungsorganisation übernahm er die Leitung der Fachdienste Soziale Dienste, Senioren & Integration sowie Bildung, Familie & Soziales.

 

In diese Zeit fiel unter anderem der Ausbau der Betreuung von unter dreijährigen Kindern, auf den Eltern einen gesetzlichen Anspruch haben. Die durch den Bund vorgeschriebene Quote an Betreuungsplätzen konnte die Stadt dank der Arbeit von Völkers Fachdienst nicht nur erfüllen, sie übertraf diese sogar stets. Und das in einer Zeit, in der die Vechtaer Bevölkerung auch dank hoher Geburtenraten stetig gewachsen ist und weiterhin wächst. Berufstätigen und alleinstehenden Eltern bot das Betreuungskonzept mit Krippenplätzen, Großtagespflegestellen und Tagesmüttern verschiedene Möglichkeiten.

 

In den vergangenen zwei Jahren forderte die Flüchtlingskrise und ihre Folgen Völker und seinem Team vieles ab. Es gelang, aktuell gut 500 Flüchtlinge in eigenen und angemieteten Unterkünften der Stadt in Vechta und Langförden unterzubringen und zu betreuen. Insgesamt sind es 37 Unterkünfte. Völker managte die Herausforderungen mit der nötigen Ruhe und seinem Sinn für Menschlichkeit.

 

Am 1. Juli 1975 hatte Völker den Dienst bei der Stadt Vechta angetreten. Er arbeitete nach der Lehre im Hauptamt und im Ordnungsamt und wechselte 1980 ins Amt für Soziales, Jugend und Sport, dessen Leitung er 2000 übernahm. Er verlässt die Stadt im Dienstgrad eines Stadtoberamtsrats.

 

Völkers Nachfolge haben zum 1. Juli die Fachdienstleiter Christoph Wichmann (Soziale Dienste, Senioren & Integration) und Stefan Wenig (Bildung, Familie & Soziales) angetreten.