Vor einem Jahr startete die Projektgruppe selbstgestALTER der Sozialstation Nordkreis Vechta das Projekt „Wohnen rund um den Lattweg“. In Kooperation mit dem Seniorendienstleister pro vita und der Stadt Vechta untersuchte sie, wie Senioren aus Vechta so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben können - am Beispiel des Wohngebiets im Umfeld des Lattwegs.

 

Die Ergebnisse präsentierten die Projektpartner jetzt im Pfarrheim Maria Frieden. Ein voller Saal zeigte: Mit ihrer Leitfrage stießen die Projektpartner auf offene Ohren. Das Ergebnis ist ein Folgeprojekt: „Wir für uns! Fachstelle Nachbarschaft“.

 

Die selbstgestALTER hatten zuvor die Bewohnerinnen und Bewohner des ausgewählten Wohngebietes anonym befragt und gemeinsam mit ihnen Workshops zu den Themen „Freiraum und Sozialraum“, „Wohnen und Unterstützung“ sowie „Gesundheit und Mobilität“ ausgerichtet. Dabei stellte sich heraus: Die Senioren selbst haben viele Ideen, wie sie im Alter leben wollen. Eine Aufgabe für die Zukunft ist die Auswahl von Freiwilligen.

 

Damit die Bewohnerinnen und Bewohner rund um den Lattweg sich an ihre selbst erarbeiteten Ideen erinnern, soll eine Tafel aufgestellt werden. Bürgermeister Helmut Gels nahm das wetterfeste Schild entgegen. Unter der Überschrift „Wir für uns. Für ein gutes Miteinander“ stehen Botschaften wie Rücksichtnahme, gegenseitige Hilfe, aber auch die Äußerung von einem Bedürfnis nach Unterstützung. Der Bürgermeister ließ die anwesenden Gäste zwei zentrale Standorte auswählen; einen bei der Kirche Maria Frieden und einen bei der Elisabethschule. Helmut Gels betonte:“ Ich freue mich, dass so viele von Ihnen gekommen sind. Damit zeigen Sie uns: Ich möchte dabei sein. Wir wollen etwas verändern. Die Stadt kann hier Impulsgeber sein und nötige Hilfen schaffen. Aber wir alle müssen aktiv sein und unsere Möglichkeiten nutzen.“

 

Ein wichtiges Thema für die Senioren war „Mobilität und Infrastruktur“. Gemeinsam hatten sie ihr Wohngebiet unter die Lupe genommen und Barrieren identifiziert. Die Bestandsaufnahme wurde an den Bürgermeister überreicht.

 

Aus dem Workshop „Gesundheit und Mobilität“ ging der Wunsch nach einem Reparaturdienst und Ansprechpartnern, die sich mit Hilfsangeboten auskennen, hervor. Betont wurde, was Ansprechpartner leisten können und was nicht. So können sie telefonisch erreichbar sein, aber keine „Feuerwehrfunktion“ übernehmen.

 

Am Ende stehen zwei zentrale Botschaften: „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“ und „Jeder hat eine Fähigkeit, die für andere hilfreich sein kann“. So ist es Hauptaufgabe im Folgeprojekt „Wir für uns! Fachstelle Nachbarschaft“ Aufgaben und Menschen zusammen zu bringen. Die selbstgestALTER betonten, dass es für jeden ein Plätzchen gibt. Hierzu verteilten sie Kekse.


Die Laufzeit ist vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2019. Ansprechpartner ist das selbstgestALTER-Büro Visbek; zu erreichen unter Telefon 04445/986799902. Ansprechpartner bei der Stadt Vechta ist Ralf Schillmöller, Telefon 04441/886-514.