„Älter. Weniger. Bunter.“ sind Schlagworte unter denen man die derzeitigen demografischen Entwicklungen in Deutschland zusammenfassen kann. Bis zum Jahr 2030 wird der Anteil an Personen über 65 Jahren in Deutschland erheblich zunehmen, wodurch sich Herausforderungen aber auch neue Potenziale ergeben. Auch in Vechta macht sich der Wandel der Bevölkerungsstrukturen langsam bemerkbar.

 

Damit jeder Senior in seiner Wohngegend eigeninitiativ und im Umfeld gegenseitiger Hilfe alt werden kann, setzt die Stadt Vechta das Thema „Älterwerden im Quartier“ auf die Tagesordnung. Die Stadt möchte aktiv an der Gestaltung des Älterwerdens mitwirken und dabei die Ideen und Bedürfnisse der Vechtaer berücksichtigen. Dazu wird in den nächsten Monaten eine persönliche Befragung von Personen über 65 Jahren durchgeführt, die in einem für die Studie repräsentativen Wohngebiet Vechtas, dem „Quartier Lattweg“ leben. Ihre Anregungen sollen richtungsweisend für zukünftige Schritte und Maßnahmen sein.

 

Durchgeführt wird die Befragung von der Projektgruppe selbstgestALTER (Sozialstation Nordkreis Vechta) in Kooperation mit  pro vita. Den ersten Teil dieser Zusammenarbeit bildet die beschriebene Befragung „Leben im Quartier“. In der Befragung geht es unter anderem um Themen wie Gesundheit und Mobilität und die Gestaltung der Freizeit.

 

Ein Fokus liegt außerdem auf den Chancen und Grenzen der Nachbarschaftshilfe. Auch Familien sollen bei der Unterstützung einbezogen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, offene Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge für das Quartier zu geben. Mithilfe dieser Ergebnisse möchte die Stadt Vechta Maßnahmen entwickeln, die den älteren Menschen bei der Gestaltung ihres Alltags helfen und ihnen ein selbstständiges Leben bis ins hohe Alter ermöglichen.

 

Zur ersten Veranstaltung am 3. März 2016 um 17 Uhr im Pfarrheim Maria Frieden sind alle interessierten Anwohner der ausgewählten Wohngegend und ihre Angehörigen herzlich eingeladen.