Foto: Stadt Vechta (Bindernagel)

Bürgerinformation

Bürgertreffen: Gels erläutert aktuelle Entwicklungen

veröffentlicht: am 14.12.2017     Wirtschaft, Entwicklung

Rund 100 Gäste empfing Bürgermeister Helmut Gels zum Bürgertreffen im Rathaus. Ein Thema war das geplante Gewerbegebiet Stukenborg.

Großes Interesse am BürgerInnenTreffen im Rathaus: Bürgermeister Helmut Gels hat gut 100 Zuhörerinnen und Zuhörern die aktuellen Entwicklungen in der Kreisstadt Vechta erläutert. Viele interessierten sich insbesondere für die Planungen von Gewerbe und Wohnen auf dem Stukenborg. Gels ging auch auf die städtebaulichen Fortschritte im gesamten Stadtgebiet ein.

 So haben Politik und Verwaltung nicht nur neue Wohngebiete auf dem Telbraker Esch, in Langförden und Calveslage entwickeln können, sondern auch die städtebauliche Nachverdichtung erfolgreich gesteuert. Zudem eröffnete die Stadt in diesem Jahr den neuen Bauhof und startete den Bau des neuen Feuerwehrhauses. Mit großen Schritten voran kommt das Verkehrs- und Wohnprojekt „Neue Mobilität am Park“: Die Brücke für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Fahrradfahrer wird Anfang kommenden Jahres fertiggestellt; Investoren bauen ein Hotel beziehungsweise Stadthäuser mit Wohnungen und einer Parkgarage mit gut 180 öffentlichen Stellplätzen. Im kommenden Jahr wird am Bahnhof auch die neue Mobilitätsstation gebaut. 

Bürgermeister Gels erklärte, die Stadt Vechta wachse nach wie vor. Sie verzeichne seit Jahrzehnten einen Geburtenüberschuss. Dies könnten mittlerweile nur noch wenige Städte vergleichbarer Größe im Bundesgebiet von sich sagen. Hinzu komme die positive Entwicklung der Universität mit inzwischen weit mehr als 5000 Studierenden.

Das Bevölkerungswachstum verpflichte Politik und Verwaltung, Vechta in allen Bereichen weiterzuentwickeln, um die Lebensqualität auf hohem Niveau zu halten und die Grundlagen für künftige Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Gels. Dementsprechend sei die Entwicklung von Gewerbe nach wie vor ein wichtiges Ziel der Stadtplanung. Neben der Optimierung von bestehenden Strukturen gebe es derzeit nur auf dem Stukenborg die Möglichkeit, ein zusammenhängendes Gewerbegebiet zu realisieren. Es lägen zahlreiche Anfragen von interessierten heimischen Unternehmen vor, erklärte Gels. Daher wolle die Stadt eine Angebotsplanung entwickeln, die auch die Interessen der in Stukenborg lebenden Menschen berücksichtigte.

So soll das Gewerbegebiet ausschließlich über die Falkenrotter Straße und die Ortsumgehung B69 erschlossen werden, um eine Zunahme des Verkehrs in den Stukenborger Wohngebieten zu verhindern. Zwischen der Straße Stukenborg und potenziellen Gewerbeflächen sollen aufgrund der großen Nachfrage weitere Wohnbauflächen entwickelt werden. Dieses neue Wohngebiet muss vor Beeinträchtigungen geschützt werden. Dies sei im Interesse der Stadt und vom Gesetzgeber auch vorgeschrieben, erläuterte Gels. Daher sei vorgesehen, östlich der Ortsumgehung ausschließlich solche Betriebe anzusiedeln, von denen wenige bis keine Lärmimmissionen ausgingen. Schon dadurch entstehe ein Schutz der bereits bestehenden Siedlungen, die gut 500 Meter von den nächsten Gewerbeflächen entfernt lägen. Zudem plane die Stadt, einen Lärmschutzwall zu errichten. Industrielle Nutzung soll lediglich jenseits der B69 möglich sein.

Doch noch stehen die Planungen ganz am Anfang. An Vorentwürfen der Bauleitpläne wird derzeit gearbeitet. In den sich anschließenden Verfahren wird die Öffentlichkeit umfangreich beteiligt. Parallel wird ein Umlegungsverfahren eingeleitet. Bürgermeister Gels signalisierte zudem, mit den Anliegern im Dialog zu bleiben. Unter anderem ist während der öffentlichen Bauleitplanverfahren eine weitere Informationsveranstaltung geplant. Grundlegende Wünsche aus der Anliegerschaft, wie etwa der Erhalt von Wegeverbindungen in Naherholungsbereiche jenseits der B69, sind in den bisherigen Planentwürfen zudem, ebenso wie weitere Grünanlagen, bereits berücksichtigt worden.