Einen von 100 Kästen hängte Bürgermeister Kristian Kater auf. Von links: Christoph Janku, Kristian Kater, Franz Wübbeler, Rainer Gritzka, Dirk Ortland (Landschaftsplaner), Christel Scharf (Fachbereichsleiterin) und Wolfgang Bente. Foto: Kläne

Nabu-Projekt

100 Nistkästen für den Hochzeitswald

veröffentlicht: am 06.05.2022     Alle Themen

Die Stadt unterstützt die Ortsgruppe Vechta mit einer Förderung von 1000 Euro, um weitere Nisthilfen für Vögel zu schaffen.

Im Vechtaer Hochzeitswald wird einer Reihe von Vogelarten künftig ein Nistangebot gemacht. Die Ortsgruppe Vechta des Naturschutzbundes (Nabu) hat sich zum Ziel gesetzt, in dem jungen Waldgebiet bis zu 100 Nistkästen aufzuhängen. Die Stadt Vechta unterstützt das Projekt mit einer Förderung in Höhe von 1000 Euro. Bürgermeister Kristian Kater brachte mit Nabu-Vertretern einen der ersten Kästen in dem Naherholungsgebiet im Westen der Stadt an.

„Mit dem Nabu haben wir vor Ort einen absolut verlässlichen Partner. Die Mitglieder bringen die Nisthilfen nicht nur an, sondern kontrollieren, säubern und reparieren sie auch“, erklärt Kristian Kater. „Dahinter steckt unheimlich viel ehrenamtliche Arbeit. Aber der Einsatz lohnt sich. Denn die Naturschützerinnen und Naturschützer sorgen bei uns für ein breites Spektrum an Vogelarten. Deswegen unterstützen wir sie gerne.“

Mit dem Geld der Stadt Vechta können jetzt die Nistkästen für den Hochzeitswald produziert werden. Der Nabu Vechta lässt diese vom Ludgeruswerk Lohne anfertigen. Denn das Lager der Ortsgruppe ist inzwischen leer, für den Start der Aktion wurde der Restbestand bis auf den letzten Kasten aufgebraucht. Befürwortet wird die finanzielle Unterstützung von Dirk Ortland, Landschaftsplaner bei der Stadt Vechta. Er arbeitet seit Jahren vertrauensvoll mit den Nabu-Vertretern zusammen. „Der Nabu kümmert sich auch um die Pflege der Nistkästen. Darauf kann man sich verlassen“, weiß er.

Insgesamt haben die Naturschützer in und um Vechta seit Projektbeginn im Jahr 1997 schon mehr als 500 Nisthilfen geschaffen. Der Nabu kontrolliert alle Kästen jedes Jahr mit einem zwölfköpfigen Einsatzteam. Das Hochzeitswald-Projekt kommt nun noch hinzu. „Wir wären im Hochzeitswald gerne schon früher angefangen. Aber man muss auch alles schaffen können“, sagt Nabu-Sprecher Christoph Janku.

Die Nistkästen sollen Angebote für Höhlenbrüter sein, die in der Regel von geeigneten Quartieren in alten Baumbeständen profitieren. Da es sich beim Hochzeitswald um ein noch junges Waldgebiet handele, sei mit einem natürlichen Angebot an Höhlen zum Nisten erst in ein paar Jahren zu rechnen, erklärt Janku. Der Nabu schafft mit den Nisthilfen also weiteren Wohnraum für Vögel wie etwa Meisen, Stare, Trauerschnäpper oder Gartenrotschwanz. Und das, so die Hoffnung von Nabu und Stadt, werden Besucher im Hochzeitswald künftig auch verstärkt sehen und hören.