Von links: Hendrik Lammers (Fachdienst Bildung, Familie, Jugend und Sport) und Bürgermeister Kristian Kater präsentieren die neuen Tablets.

Digitalisierung

208 Schüler-Tablets für Vechtas Schulen

veröffentlicht: am 26.04.2021     Bildung, Soziales

Fördermittel aus dem Digitalpakt: Die Stadt Vechta hat weitere 208 Schüler-Tablets für den Einsatz in ihren Schulen erhalten.

Diese werden den Grundschulen und der Geschwister-Scholl-Oberschule in den kommenden Tagen geliefert. Finanziert werden die digitalen Endgeräte mit Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule des Bundes. Insgesamt hat Vechta bereits knapp 40 Prozent der gesamten Fördersumme von 856.442 Euro abgerufen, die der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Alle restlichen Mittel sind zudem bereits verplant und werden voraussichtlich noch in diesem Jahr für den Ausbau der digitalen Infrastruktur bzw. weiterer Anschaffungen ausgegeben.

„Wir haben uns frühzeitig darum gekümmert, die Finanzhilfen des Bundes zum Wohle der Schülerinnen und Schüler in Vechta abzurufen. Oft wird kritisiert, dass die Digitalisierung in Deutschland nur schleppend vorangeht. Wir meinen, dass dies auf unsere Schulen nicht zutrifft. Im niedersachsenweiten Vergleich stehen wir sehr gut“, sagt Bürgermeister Kristian Kater. Bis spätestens 2024 stehen die Mittel zur Verfügung.

Die Grundlage für die Digitalisierung der Schulen bildet das von der Politik beschlossene Medienentwicklungskonzept. Es enthält verschiedene Facetten von der Ermittlung des Bedarfs an jeder einzelnen Schule über den Ausbau der W-LAN-Versorgung und den Anschluss jeder Schule an das schnelle Glasfasernetz bis hin zur IT-Sicherheit und zu Fortbildungen. „Wir schauen immer, ob wir Fördermittel bekommen können. Wenn das nicht der Fall ist und wir einen zusätzlichen Bedarf sehen, investieren wir mit Zustimmung des Stadtrates selbst Geld in notwendige Entwicklungen“, erklärt Kater. 

So beschloss der Verwaltungsausschuss bereits im März 2019 – lange vor Corona – Lehrkräften der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) einen Zuschuss zur Anschaffung digitaler mobiler Endgeräte in Höhe von 50 Prozent der Kosten (maximal 200 Euro) zu gewähren. Dieses Angebot, basierend auf dem schulischen Konzept der GSO, wurde sehr gut angenommen. 41 Lehrkräfte machten davon Gebrauch.

„Damit gehören wir zu den Vorreitern in Niedersachsen. Das Land will jetzt auch eine solche Förderung schaffen“, sagt Kater. Angekündigt wurde, die digitalen mobilen Endgeräte für Lehrkräfte mit insgesamt 520 Euro pro Gerät zu bezuschussen. Es ist zu erwarten, dass die Schulträger die Geräte anschaffen und den Lehrkräften kostenlos leihweise zur Verfügung stellen werden. Die Stadt Vechta könnte ihre eigene Förderung dann beenden. Dafür hat sich kürzlich der Schulausschuss im Stadtrat ausgesprochen.

Von den übrigen Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule profitieren alle Grundschulen und die GSO. Sie sind verplant für den W-LAN-Ausbau, mobile Endgeräte und interaktive Displays. Verbunden werden die Anschaffungen auch mit Baumaßnahmen an den Schulen wie aktuell in der Grundschule Langförden. Die Alexanderschule und die Martin-Luther-Schule werden im Zuge des Um- und Anbaus digital neu ausgestattet. Schon während der Bauphase kann die Technik am geplanten Übergangsstandort eingesetzt und anschließend in die erneuerten Schulen übernommen werden. In den Planungen zur Erweiterung der Marienschule Oythe wurde dies ebenfalls berücksichtigt. Die derzeit eingesetzte notwendige Hardware zur W-LAN Ausstattung wurde bereits jetzt auf der Grundlage der Infrastrukturkonzepte der Baumaßnahmen angeschafft.