Die Stadt Vechta ist Mitglied der DWA. Logo: DWA

Welttoilettentag

2,5 Milliarden Menschen ohne Zugang zu Sanitärsystemen

veröffentlicht: am 12.11.2020     Alle Themen

Die Stadt Vechta ist Mitglied der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall - die DWA wirbt für Innovationen.

Nach Zahlen der Vereinten Nationen verfügen aktuell rund 2,5 Milliarden Menschen, etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung, über keine ausreichende Sanitärversorgung. Betroffen sind vor allem ärmere Bevölkerungsschichten auf dem Land und Bewohner von Slums und schnell wachsenden Siedlungen in urbanen Ballungsräumen. Mit dem Welttoilettentag (19. November) wollen die Vereinten Nationen auf diese Krise hinweisen.

Auch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), deren Mitglied die Stadt Vechta ist, wirbt für innovative Sanitärsysteme. Denn konventionelle dezentrale Abwassersysteme wie Latrinen und Sickergruben sind bei hoher Besiedlungsdichte auch aufgrund hoher Investitions- und Betriebskosten nicht realisierbar. Hohe Investitions- und Betriebskosten stellen erhebliche finanzielle Hürden dar, zudem kann in vielen wasserarmen Ländern kein Wasser für den Transport der menschlichen Ausscheidungen verwendet werden.

„Mit der konventionellen Abwassertechnik lässt sich die globale Abwasserkrise nicht lösen“, schreibt die DWA in einer Mitteilung zum Welttoilettentag. Auch die in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern weit verbreiteten dezentralen Sanitärsysteme stoßen bei zunehmender Urbanisierung und der immer höheren Siedlungsdichte an ihre Grenzen. Notwendig sind innovative Sanitärsysteme, die eine hygienisch sichere Abwasserentsorgung gewährleisten und gleichzeitig die in den menschlichen Ausscheidungen enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu Kosten zurückgewinnen, die auch in Schwellen- und Entwicklungsländern finanzierbar sind.“

Die DWA ist diesbezüglich bereits seit 1988 aktiv. „Mit dem Technischen Sicherheitsmanagement für Abwasseranlagen und dem Konzept Train the Trainer sind wir seit Jahren mit großem Erfolg international tätig. Wir forcieren die Entwicklung ressourcenorientierter Sanitärsysteme, speziell für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländer, und kooperieren seit langem eng mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit“, betont Rüdiger Heidebrecht, Abteilungsleiter Bildung und internationale Zusammenarbeit bei der DWA.

Aktuell ist die DWA international besonders in Jordanien tätig. Seit Anfang 2019 unterstützt sie dort die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit bei der Einführung des Technischen Sicherheitsmanagements auf Kläranlagen in Jordanien. Zusammen mit der Water Authority Jordan wird das in Deutschland etablierte Managementtool zur Qualitätssicherung auf Kläranlagen an die jordanischen Gesetze sowie Regelungs- und Betriebsbedingungen angepasst. Die DWA hat Auditoren für das TSM ausgebildet, erste Prüfungen wurden bereits erfolgreich absolviert. Ein vergleichbares Projekt zum TSM-Management läuft zudem in Peru, auch hier ist die DWA vor allem bei der Schulung der Inspektoren aktiv.

Weitere Informationen zum Thema HIER auf der Homepage der DWA.