Abitur und was dann?

"ABI Zukunft"-Messe findet im Lohneum statt

veröffentlicht: am 26.02.2020     Bildung, Soziales

In ein paar Monaten beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Dann ist die Schule geschafft. Aber was dann?

Und nicht nur das: Meist hat man dann auch zum ersten Mal selbst die Fäden in der Hand, was die Gestaltung des weiteren Lebenswegs angeht. Abiturienten eröffnen sich bei dieser Weichenstellung heute zahlreiche Möglichkeiten, denn viele ehemals traditionelle Berufsbilder haben sich inzwischen in zahlreiche fachspezifische Ausrichtungen aufgegliedert. Allein in Deutschland können Schulabgänger heute aus etwa 19000 Studiengängen und ungefähr 450 Ausbildungsberufen wählen. Ein solch reichhaltiges Angebot sollte für jeden eine passende Perspektive bereithalten - doch wo und wie soll man diese finden?

Eine Orientierungshilfe im Dschungel der unterschiedlichen Möglichkeiten bietet die Informationsmesse für die Zeit nach dem Abitur - die ABI Zukunft Lohne. Sie bringt Vertreter von Universitäten, Hochschulen, Behörden und Unternehmen mit Schülern in Kontakt und stellt auch Möglichkeiten der Studienfinanzierung, Stipendienprogramme und Orientierungsoptionen wie ein Freiwilliges Soziales Jahr vor.

 

Rund 80 Aussteller sind bei der dritten Auflage der ABI Zukunft Lohne zu Gast. Die Ausstellerzahl ist enorm zum Vorjahr gewachsen und so wird es in diesem Jahr einen neuen Austragungsort geben: Die Informationsmesse für die Zeit nach dem Abitur wird in der Sport- und Mehrzweckhalle Lohneum, Vechtaer Str. 3 in Lohne veranstaltet.

 

Es gibt auch wieder ein spannendes Rahmenprogramm in Form von Vorträgen, Workshops und Standaktionen. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung haben in diesem Jahr der Oberbürgermeister der Stadt Lohne, Herr Gerdesmeyer und der Landrat des Landkreises Vechta, Herr Winkel übernommen.

 

Die ABI Zukunft richtet sich sowohl an Schüler, die bereits eine Vorstellung davon haben, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen, als auch an solche, die noch etwas planlos sind. Denn eines gelte oftmals in beiden Fällen, erklärt José Rodrigues Freitas, Veranstalter der ABI Zukunft: „Viele junge Menschen sind absolut überfordert mit der Berufswahl und nehmen daher die Beratungsgespräche und den Erfahrungsaustausch mit den Ausstellern dankbar an.“ Häufig sei der Druck enorm, schnellstmöglich die richtige Entscheidung zu treffen. „Dabei ist es von großer Wichtigkeit, sich Zeit für die Orientierungsphase nach dem Abitur zu nehmen“, zeigt sich Freitas überzeugt. Die ABI Zukunft will für Entlastung sorgen und Schülern dabei helfen, sich in entspannter Atmosphäre Klarheit über mögliche Berufswege zu verschaffen. Auf der Informationsmesse erhalten sie Antworten auf alle Fragen von A wie „Auslandsaufenthalt“ bis Z wie „Zuschuss und Finanzierung eines Studiums“. Das vielfältige Angebot der Messe sorgt dafür, dass für jeden etwas Passendes dabei ist. Auch Studienabbrechern eröffnet die Informationsmesse Möglichkeiten zur Neuorientierung. „Oft sind diese jungen Menschen zu schnell in ein Studium eingestiegen und frustriert, dass sie nicht mit den Leistungsanforderungen zurechtkommen oder das gewählte Fach sie nicht begeistert“, erläutert Freitas. Die ABI Zukunft möchte ihnen zeigen, dass es immer zahlreiche Gründe gibt, um motiviert nach vorne zu schauen.

Wenn es um die berufliche Zukunftsplanung und um das Treffen wichtiger Entscheidungen geht, sind die Eltern oft wichtige Ansprechpartner. Allerdings sind auch sie in Anbetracht der Fülle an unterschiedlichen Ausbildungs- und Studienperspektiven häufig überfordert – schließlich sah der Arbeitsmarkt noch anders aus, als sie ihren Berufsweg eingeschlagen haben. Aus diesem Grund holt die ABI Zukunft Lohne auch die Eltern mit ins Boot und bietet ihnen einen Einblick in die Bildungs-möglichkeiten ihrer Kinder.

 

Veranstalter Freitas empfiehlt Schülern, sich vor dem Messebesuch ganz konkrete Fragen an die Aussteller zu überlegen: „Gezielte und individuelle Fragen ermöglichen eindeutige Antworten, die einem schnell zur richtigen Entscheidung für die Zeit nach dem Abitur verhelfen können.“ Des Weiteren sei es hilfreich, sich im Vorfeld mit den eigenen Wünschen im Hinblick auf die jeweilige Ausbildung oder das Studium auseinanderzusetzen. Aussteller würden sich außerdem oft für die Stärken und Schwächen eines potenziellen Bewerbers interessieren – auf diese Frage sollten sich Besucher also ebenfalls vorbereiten. „Hier kann es hilfreich sein, sich einfach mal mit den Eltern zusammenzusetzen und aufzulisten, was man gut kann und was man möchte. Solche Gespräche können der Schlüssel zu neuen interessanten Ideen sein“, empfiehlt Freitas. Während des Besuchs der ABI Zukunft rät er zur Eigeninitiative: „Schüler sollten keine Hemmungen haben und selbstständig an die Messestände herantreten. Sie können sich sicher sein, dass die Aussteller sich über Fragen freuen und diese gerne beantworten. Wer die ABI Zukunft gemeinsam mit Freunden besucht, sollte sich außerdem ruhig mal für einige Zeit von seiner Gruppe lösen. Dann kann man mit den Ausstellern allein in Kontakt treten und das Gespräch vertieft sich.“ Notizen, die man sich während dieser Gespräche macht, stellen sicher, dass man sich nach der ABI Zukunft noch an alles Wichtige erinnert. Denn mit dem Messebesuch hat die berufliche Weichenstellung erst begonnen – jetzt heißt es, die Kontakte und Erfahrungen auch zu nutzen. Dafür kann man sich nun direkt mit den Personalern oder Beratern in Verbindung setzen und ihnen bei Bedarf die eigenen Bewerbungsunterlagen zusenden.  Ganz gleich, welchen Weg man in puncto Berufswahl einschlagen möchte - die ABI Zukunft Lohne hält für alle relevanten Bereiche Angebote und Informationen mit entsprechenden Experten parat.

 

Die 3. ABI Zukunft Lohne findet am 29. Februar 2020 von 09:00 – 14:00 Uhr in der Sport- und Mehrzweckhalle Lohneum, Vechtaer Str. 3 in Lohne statt. Der Eintritt und die Teilnahme an allen Vorträgen und Workshops ist kostenlos. Weitere Infos unter www.abi-zukunft.de.