Die Projektpartner freuen sich auf tolle Texte und staunende Menschen. Von links Peter Havers (Kirchengemeinde), Tobias Avermann (Stadt Vechta), Benedikt Feldhaus und Lisa Oesterheld (Offizialat), Thomas Bröring (Initiative Vechta), Buchhändlerin Elisabeth Vatterodt und Jens Mlinarzik (Initiative Vechta). Foto: Hörnemann

Gemeinsames Projekt

Alle Welt staunt. Worüber staunst Du?

veröffentlicht: am 22.06.2018     Alle Themen

Die Katholische Kirche, die Initiative Vechta und die Stadt Vechta planen gemeinsam ein Schreibevent. Dazu werden zehn Schreiborte aufgestellt.

Alle Welt staunt, davon sind die Initiatoren des Vechtaer Schreibevents überzeugt. Die Stadt Vechta, die Initiative Vechta - Verein für Stadtmarketing, die Katholische Kirchengemeinde und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta (BMO) laden gemeinsam mit vielen Unterstützern ein, über das eigene Staunen zu schreiben. Das Projekt „Alle Welt staunt“  schafft vom 29. August bis zum 10. Oktober viel Zeit zu schreiben und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.  Die Aufgabe ist klar: „Schreib uns, worüber du staunst. In 20 schönen Worten“, erklärt Lisa Oesterheld, Ideengeberin des Projektes.

„Ich persönlich staune immer wieder darüber, was Menschen gemeinsam bewegen und erreichen können“, führt Fachbereichsleiter Tobias Avermann von der Stadt Vechta aus. Man staune über sportliche Erfolge, technischen Fortschritt, Natur und Wetter oder  clevere Ideen, erklärte der im Rathaus verantwortliche Fachdienstleiter. „Auch hier in Vechta können wir staunen. Gemeinsames Staunen verbindet Fremde und Bekannte, Jung und Alt. Deshalb möchten wir, dass Menschen über ihr Staunen schreiben und anderen davon erzählen“, betont Avermann.  

„Poesie kann das Beste in uns zutage fördern“, sagt Oesterheld. Man wolle in Menschen jeden Alters und aus allen Berufsgruppen ihre poetische Ader entdecken. Dafür werden zehn Schreiborte in der Stadt Vechta aufgestellt, erklärt Thomas Bröring, Vorstand des Stadtmarketingvereins Initiative Vechta. Über mehrere Wochen könnten Worte aufgeschrieben werden. Dafür werden rot leuchtende eingekleidete Stehtische im Café Kaffeerausch, beim Juwelier Müller, in der Katholischen Bücherei, in der Buchhandlung Vatterodt, im Kino Schauburg und an anderen Orten aufgestellt. Die Beiträge können dann per Whatsapp, E-Mail oder Postkarte eingereicht werden.

Die besten Texte werden durch eine Jury ausgewählt und groß in der Stadt ausgestellt. Raum für Lektüre werden auch die zugehörige Homepage und Veröffentlichungen in den Zeitungen bieten. „Schreiben und Gelesen werden ist allein schon ein Gewinn“, stellt Oesterheld fest. Zudem werden Geldpreise bis zu 500 Euro und Sachpreise vergeben. In einer großen Abschlusslesung am 24. Oktober sollen die schönsten Worte vorgelesen werden.

Öffentlich gestartet wird das Projekt am 29. August (Mittwoch) im Vechtaer Metropol-Theater. Dort wird Sänger, Gitarrist und Rezitator Oliver Steller um 19.30 Uhr mit seinem Programm "Goethe bis heute" auftreten.  Er möchte beweisen, dass Gedichte, dass Lyrik aus vergangenen Zeiten nicht verstaubt und trocken sein müssen, dass „Goethe und Konsorten“ es sogar mit Fernsehen, Video und Internet aufnehmen können. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

Auch die Katholische Kirchengemeinde St. Mariä-Himmelfahrt setzt mit „Alle Welt Staunt“ Akzente.  Im Krankenhaus wird ein Rahmenprogramm angeboten werden und zum Schreiben animieren. Beim Pfarrfest im September wird ein Schreibort eingerichtet. Mit Schülerinnen von der Vechtaer Liebfrauenschule werde es dann auf Wortsuche gehen. Beim gemeinsamen Bierbrauen wird Peter Havers am 14. September mit Männern über das Schreiben und das Staunen ins Gespräch kommen.
Insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen möchten Havers und Benedikt Feldhaus mit „Vechta slammt“ ein Forum bieten. Bei dem Poetry-Slam am 20. September im Kaffeerausch können junge Menschen auf ihre Weise ausdrücken worüber sie staunen.