Wasserwerk

Das Wasserwerk Vechta im Aufschwung

veröffentlicht: am 22.03.2021     Alle Themen

Seit Betriebsaufnahme im Jahre 1984 am Standort Holzhausen hat das Wasserwerk Vechta ca. 51 Millionen m³ Trinkwasser gefördert.

Maschinen und Anlagen haben seither zuverlässig gearbeitet und auch das Personal hat über Jahrzehnte großes Engagement gezeigt. Nur so war eine durchgehend zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser der besten Qualität möglich.

Bereits in den vorangegangenen Verwaltungsberichten wurde skizziert, dass nach 36 Betriebsjahren - und auch vor dem Hintergrund einer weiterhin positiven Entwicklung der Stadt - Investitionen in die Sanierung sowie Erweiterung des Wasserwerkes Vechta notwendig werden.

Das Jahr 2020 war u.a. geprägt von der Umsetzung der im Jahr 2017 durchgeführten Gutachten / Untersuchungen, welche aus kurz-, mittel- und langfristigen Sanierungsmaßnahmen bestand. Das Ziel, die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung Vechtas durch das Schaffen mehrerer Redundanzen nachhaltig zu sichern, konnte damit erreicht werden.

Des Weiteren konnte das im Jahr 2019 erweiterte Aufgabenspektrum des Wasserwerkes um den Bau und Betrieb der Elektromobilität bereits umgesetzt werden. Hierzu sind im Stadtgebiet 13 Elektro-Ladesäulen mit jeweils 2 x 22kW aufgestellt worden. Durch diese Maßnahme soll die Nutzung von Elektro-Kraftfahrzeugen attraktiver und die Elektromobilität weiter gefördert werden.

Um nur einige Maßnahmen zu nennen, konnten im Jahr 2020 z.B. die Installation und Inbetriebnahme des Reinwasserpumpwerkes im Erdhochbehälter fertiggestellt werden. Darüber hinaus konnte ein Schlüsselprojekt, die EU-weite Ausschreibung zur „Neukonzeptionierung der Wasseraufbereitung des Wasserwerks Vechta – Generalplanerleistung“, begonnen werden. Vorausgegangen war diesem Projekt die Überprüfung des verfahrenstechnischen Anlagenkonzeptes, wozu im Februar 2018 eine Versuchsanlage (Wasseraufbereitung) installiert worden war. Die zukünftige Anlagentechnik wurde dabei im verkleinerten Maßstab nachgebildet und unter realen Bedingungen betrieben, intensiv untersucht und getestet.

In Bezug auf die Infrastruktur sind die Architekten- und Planerleistung für die Sanierung und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes aus altersbedingten, personellen als auch organisatorischen angestoßen worden. Unter dem Aspekt der weiteren Stabilisierung sowie Steigerung der Versorgungssicherheit soll ein zweiter (redundanter) Werksausgang südöstlich des Wasserwerks in Verbindung mit der Sanierung der Oyther Straße ausgebaut werden. Im Rahmen der Sanierung der Oyther Straße wird die dort erforderliche Leitungsverstärkung berücksichtigt werden und damit eine zweite Hauptachse durch die Nordhälfte von Vechta angelegt. Die Gesamtmaßnahme hat eine Länge von ca. 3,4 km wovon 1,3 km als Gemeinschaftsverlegung in Verbindung mit der Stadt Vechta sowie den weiteren Versorgern erfolgt. Unabhängig vom Verlauf des bestehenden und bereits seit 1984 in Betrieb befindlichen Werksausganges (Rohrleitung DN400) wurde eine neue Trasse definiert. Diese verläuft über den Grambergweg, Hof To Aite, Ahlers Diek, Hinter Dielings Garten sowie den Lattweg und bindet über die Oyther Straße in das Versorgungsnetz ein und wird bis in den Innenstadtbereich (Bremer Tor) verlängert.

Im Zuge des generellen Überprüfungsprozesses 2017 hat sich die Werkleitung ebenfalls die Frage nach dem zukünftigen Wasserbedarf gestellt und eine Wasserbedarfsprognose beauftragt. Um schon heute die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, reichen die derzeitig genehmigten Fördermengen nicht aus (Defizit im Sicherheitszuschlag). Die Resultate der Wasserbedarfsprognose haben dazu veranlasst, sich mit einem Antrag auf Neuerteilung eines mengenmäßig größeren Wasserrechts zu befassen. Die weiteren Planungen sowie die Vergabe benötigter Gutachten konnte bereits angestoßen und zum Teil abgearbeitet werden.

Zur weiteren Umsetzung der Erweiterungs-/Sanierungsplanungen müssen in den Jahren 2021 - 2024 ca. 17 Mio. Euro gebührenverträglich investiert werden.

Das weitere Vorgehen wurde mit den beteiligten politischen Gremien der Stadt Vechta intensiv kommuniziert und diskutiert. Mit der Zustimmung für dieses außerordentliche Investitionsvolumen steht ein klares Bekenntnis von Verwaltung und Politik der Stadt Vechta zum Wasserwerk Vechta! Daher wurde der auf diese Zukunft ausgerichtete Wirtschaftsplan 2021, der auch Ausblick über die weiteren Jahre gibt, entsprechend verabschiedet.

Weitere Informationen unter www.wasserwerk-vechta.de