"Man kann nur von der Liebe leben." Ein Zitat von Edith Piaf, hier eine Szene aus "Spatz und Engel". Foto: Seuffert

Metropol-Theater

Der Spatz von Paris und der blaue Engel aus Preußen

veröffentlicht: am 15.10.2021     Kultur, Veranstaltungen und Tickets

Die Aufführung erzählt musikalisch die Geschichte zweier Göttinnen im Olymp des Chansons: Edith Piaf und Marlene Dietrich.

Am Freitag (22. Oktober) findet im Metropol-Theater Vechta die Veranstaltung „Spatz und Engel“ statt. Die Aufführung der Theater Thespiskarren beginnt um 20.00 Uhr, sie ist ein Nachholtermin aus der Theatersaison 2020/2021. Es gilt die 2 G-Regelung.

Inhalt:

»Die Freunde, die man um vier Uhr morgens anrufen kann, die zählen.«

Marlene Dietrich, Sängerin (1901-1992)

Was nur wenige Menschen wissen: Edith Piaf und Marlene Dietrich, zwei Göttinnen im Olymp des Chansons, die gegensätzlicher kaum sein könnten, begegneten sich 1948 in New York und schlossen abseits von Presse und Öffentlichkeit Freundschaft. Der „Spatz von Paris“ und der „blaue Engel“ – zwei kapriziöse Diven, verbunden durch überragende künstlerische Erfolge und private Skandale. Der szenisch musikalische Reigen mit Welterfolgen wie „La vie en rose“, „Je ne regrette rien“ oder „Frag nicht, warum ich gehe“ und „I wish you love“ entführt in eine Epoche des klassischen Chansons voller Eleganz, Leidenschaft und Melancholie und er riskiert einen Blick durchs Schlüsselloch, denn bis heute kann niemand mit letzter Gewissheit sagen, ob das Verhältnis der beiden ungleichen Freundinnen rein platonischer Natur war.

»Man kann nur von der Liebe leben.«

Edith Piaf, Sängerin (1915-1963)

Die Geschichte von „Spatz und Engel“ wird musikalisch nicht nur untermalt, sondern dank der dramaturgisch durchdachten Auswahl glänzend live präsentierter Hits auch äußerst raffiniert gesanglich weitererzählt. Paraderollen für zwei Vollblutschauspielerinnen! Im echten Leben zeichneten Edith Piaf wie Marlene Dietrich sich durch eine herausfordernde Mischung aus Eigensinn und Freiheitsliebe aus, die die wechselseitige Anziehungskraft der beiden Künstlerinnen noch verstärkt haben mag. Hier die beherrschte, kühle Schönheit aus preußisch-bürgerlichem Milieu, die ein Internat in Weimar besuchte und sich zur Konzertgeigerin ausbilden ließ. Dort die leidenschaftliche kleine Göre, die ihre Kindheit in einem Bordell in der Normandie verbrachte und auf den Straßen von Paris groß wurde. Verbürgt ist, dass Marlene der Piaf ein wertvolles Goldkreuz geschenkt hat. Sie trug es bei bei ihrer ersten Hochzeit 1952 mit dem Sänger Jacques Pills, bei der Marlene Trauzeugin war, und bei ihrem legendären Comeback im Pariser Olympia am 30. Dezember 1960. Was es damit sonst noch auf sich hat, und viele andere Geheimnisse werden in „Spatz und Engel“ gelüftet.

Eintritt: 20 Euro, Tickets im Rathaus Vechta und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.