Förderprogramm

Digital jetzt - Investitionsförderung für KMU

veröffentlicht: am 28.09.2020     Wirtschaft, Entwicklung

Das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) fördert mit dem Programm "Digital jetzt - Investitionsförderung für KMU" die Digitalisierung von mittelständischen Betrieben.

Um mittelständischen Betrieben die Umsetzung der Digitalisierung zu erleichtern, bietet das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ (Kleine und mittlere Unternehmen) finanzielle Zuschüsse, um entsprechende Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen – einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe – anzuregen. Zuschüsse gibt es bei:

  • Investitionen in digitale Technologien sowie
  • Investitionen in die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen.

Wer die Förderung beantragen kann

Rechtlich selbstständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschl. des Handwerks
sowie der freien Berufe mit 3-499 Mitarbeiter.

Fördermodule

Gefördert werden Investitionen in zwei Modulen (kumulativ oder alternativ):

  • Modul 1: „Investition in digitale Technologien“: Investitionen in digitale Technologien einschl. Prozesse und Implementierungen (i. d. R. Drittleistungen, Hard- und Software), bspw. in Bezug auf datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Hardware-Einsatz wie Sensorik und 3D-Druck, IT-Sicherheit und Datenschutz
  • Modul 2 „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“: Qualifizierungen oder Weiterbildungsmaßnahmen bspw. zur Digitalen Transformation, zur Digitalen Strategie, in digitalen Technologien, in IT-Sicherheit und Datenschutz, zu Digitales und agiles Arbeiten oder in digitalen Basiskompetenzen

Voraussetzung in ein Digitalisierungsplan, der mit dem Antrag eingereicht werden muss.

Diese Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen

Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser

  • beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Außerdem:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können.

Laufzeit der Förderung

Das Antragsstellungstool wurde am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 31.12.2023 zu stellen.

Fördersätze

  • Für Anträge bis zum 30.06.2021:
    - 50 % für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter
    - 45 % für Unternehmen bis 250 Mitarbeiter
    - 40 % für Unternehmen bis 499 Mitarbeiter
  • Für Anträge ab dem 01.07.2021:
    - 40 % für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter
    - 35 % für Unternehmen bis 250 Mitarbeiter
    - 30 % für Unternehmen bis 499 Mitarbeiter
  • Erhöhte Fördersätze (um insgesamt max. 20 %):
    - zusätzlich 10 % in strukturschwachen Regionen (GRW-Gebietskulisse) (GRW: Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“)
    - zusätzlich 5 % bei Investitionen innerhalb einer Wertschöpfungskette /-netzwerk
    - zusätzlich 5 % beim Schwerpunkt IT-Sicherheit einschl. Datenschutz

Fördersumme

  • Max. 50.000 Euro für Einzelunternehmen bzw. max. 100.000 Euro bei Unternehmen in Wertschöpfungsketten und -netzwerken
  • Mind. 17.000 Euro bei Modul 1 oder bei Modul 1+2; mind. 3.000 Euro bei Modul 2

Das sind die Ziele des Programms

Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation. Ziele sind:

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Ansprechpartner beim DLR (Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) Projektträger

Herr Dr. Nußbaum (Tel.: 0228 / 3821 2390; E-Mail: Sven.Nussbaum@dlr.de), Frau Schumacher (Tel.: 0228 / 3821 1627; E-Mail.: Verena.Schumacher@dlr.de), Herr Gehle (Tel.: 0228 / 3821 1927; E-Mail: Jens-Peter.Gehle@dlr.de).

Weitere Informationen und das Antragstool finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.