Sie informierten die Besucher über die E-Vergabe: (von links) Markus Nacke (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft), Thomas Durmann (Deutsches Ausschreibungsblatt), Sabrina Beckermann (Vergabestelle Stadt Vechta), Fachbereichsleiterin Christel Scharf, Dirk Schneider (Vergabestelle Stadt Vechta) und Holger Haake. Foto: Kläne

Workshop

Elektronische Vergabe von Aufträgen bringt Vorteile

veröffentlicht: am 19.04.2018     Planen, Bauen

40 Unternehmer haben sich im Rathaus darüber informiert, wie sie ihre Angebot künftig digital abgeben können. Ab 2020 ist dies Pflicht.

Der Workshop zur elektronischen Auftragsvergabe ist auf großes Interesse gestoßen: 40 heimische Unternehmerinnen und Unternehmer ließen sich im Rathaus darüber informieren, was sich in den kommenden Monaten und Jahren hinsichtlich europaweiter und nationaler Vergabeverfahren ändern wird.

Die Referenten Holger Haake und Thomas Durmann vom Deutschen Ausschreibungsblatt erklärten den Zuhörern, wie sie ihre Angebote digital abgeben können. Die Unternehmen übermitteln diese in Textform mit Hilfe einer entsprechenden Software, die sie kostenlos installieren können. Sie können diese mit einer digitalen Signatur schützen, so dass keine Manipulation des Angebots möglich ist. Das Angebot bleibt bis zum Eröffnungstermin verschlüsselt und kann erst dann vom Auftraggeber geöffnet werden.

Thomas Durmann wies darauf hin, dass das Programm den Nutzer bei der Erstellung des Angebots auf Logikfehler aufmerksam macht. So wird sichergestellt, dass es vollständig abgegeben wird. Angebote können innerhalb der Angebotsfrist zurückgezogen und neu abgegeben werden. Ergänzende Dateien können beliebig hinzugefügt werden.  

Die Referenten erläuterten die Vorteile der elektronischen Vergabe. Die wichtigsten sind: kürzere Bearbeitungszeiten, detaillierte Dokumentation, kein Aufwand durch Versand von Vergabeunterlagen, vergaberechtskonformes Arbeiten.

Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft hatte die Stadt Vechta diese wichtige Schulung angeboten. Schließlich bietet die öffentliche Hand mit 250 Milliarden Euro Auftragsvolumen jährlich ein großes Auftragspotenzial. Öffentliche Aufträge sind daher für viele Branchen von großem Interesse. Auch die Stadt Vechta bietet Unternehmen jährlich eine Vielzahl von lukrativen Aufträgen.

Ab dem 18. Oktober 2018 gilt für europaweite Vergabeverfahren eine gesetzliche Pflicht zur elektronischen Angebotsabgabe sowie zur elektronischen Vorbereitung des Zuschlags. Bei nationalen Vergabeverfahren müssen elektronische Angebote ab dem 1. Januar 2019 ange-nommen werden; eine zwingende elektronische Angebotsabgabe ist ab dem 1. Januar 2020 für alle Verfahren gesetzlich vorgeschrieben.

Damit diese Vorgaben auch bei der Stadt Vechta umgesetzt werden können, hat die Verwaltung frühzeitig den Kontakt zum Deutschen Ausschreibungsblatt als Medium zur bundesweiten Bekanntmachung von Ausschreibungen aufgenommen. Somit hat die Stadt Vechta einen starken Partner an ihrer Seite, um frühzeitig auf eine elektronische Vergabe von Ausschreibungen umzustellen.