Stoppelmarkt-Montag

Bürgermeister Helmut Gels (Mitte) feiert mit Stephan Weil und Daniel Günther den Stoppelmarkt-Montag. ©Kokenge

Stoppelmarkt-Montag

Festredner Günther begeistert im Niedersachsenzelt

veröffentlicht: am 19.08.2019     Freizeit und Sport

Daniel Günther wünscht sich ein Umdenken in der Politik; Bürgermeister Helmut Gels wird bei seinem letzten Stoppelmarkt verabschiedet.

Standing ovations für Bürgermeister Helmut Gels in Kühlings Niedersachsenhalle: Für das scheidene Stadtoberhaupt war es nach rund 20 Jahren der letzte offizielle Montagsempfang seiner Amtszeit und das wusste auch der niedersächische Ministerpräsident Stephan Weil zu würdigen. Dieser übernahm kurzerhand die Begrüßung und dankte Gels für seine "jahrzehnte langen Arbeit, der wir es zu verdanken haben, dass der Stoppelmarkt nicht nur in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland eines der schönsten und erfolgreichsten Volksfeste ist!". Anschließend wurde auf der großen Leinwand eine Bildershow "Helmut Gels für Stoppelmarkt" mit einigen der schönsten Stoppelmarkt-Bilder von Gels' Amtszeit gezeigt. Sichtlich überrascht und gerührt von Weils Abschiedsrede, trat anschließend Bürgermeister Gels für die letzte Montagsansprache seiner Amtszeit auf die Bühne. Er dankte dem Ministerpräsidenten herzlich für seine Rede, bevor er die Gäste und insbesondere den Festredner, Daniel Günther, Bundesratspräsident und Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, begrüßte. Der Stoppelmarkt sei zugleich Ausdruck und unverzichtbarer Teil der Lebensart im Oldenburger Münsterland, sagte Gels: So sei ihm während seiner Amtszeit nicht nur wichtig gewesen, den Stoppelmarkt zu einem modernen Volksfest für alle Generationen zu entwickeln, sondern auch zu einem Fest, dass seine Traditionen wahre. "Es war mir immer eine große Ehre, dieses wundervolle Fest - diesen tollen Stoppelmarkt - über viele Jahre gestalten zu dürfen und ich hoffe sehr, dass er auch in Zukunft das bleibt, was er für uns alle ist: Das schönste Fest der Welt." Anschließend dankte er allen Beteiligten, die ihn in den letzten Jahren dabei unterstützt hätten; ohne sie sei der Stoppelmarkt nicht möglich und nur eine leere Wiese.

Anschließend begeisterte der diesjährige Festredner Daniel Günther, Bundesratspäsident und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein mit seiner Rede. Er sei sehr stolz, beim letzten Stoppelmarkt von Bürgermeister Helmut Gels dabei sein zu dürfen, erklärte er. Außerdem lobte auch er Gels für den "tollen" Stoppelmarkt: "Davon werde ich zu Hause in Kiel erzählen und dann werden wir versuchen, diese Veranstaltung nachzumachen."Anschließend berichtete er von seinen Erlebnissen und tollen Erfahrungen auf dem Vechtaer Stoppelmarkt: Er habe am Vortag mit sehr netten Menschen bis morgens früh gefeiert und nicht gewusst, ob er zuerst das Bier in seiner linken oder rechten Hand zu erst trinken solle. Doch seine Rede enthielt nicht nur spaßige Anteile und einige Stichelein gegen die SPD rund um Ministerpräsident Weil, er sprach auch über ernstere Themen. Er wünsche sich ein "Umdenken" in der Politik. "Wir müssen besser und schneller werden, um den wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland zu erhalten.", sagte er. "Wir müssen mutiger sein und mit mehr Optimismus an Dinge herangehen - denn wenn man kämpft, kann man nur gewinnen." Dies gelte auch für politische Entscheidungen und er würde sich wünschen, dass Politiker mehr zusammen arbeiten würden, anstatt gegeneinander zu hetzen. "Deutschland ist ein starkes Land und das Oldenburger Münsterland ist eine starke Region, die alles schaffen kann. Dies sollten wir uns erhalten und weiter gemeinsam feiern."
Bereits am Vormittag  hatte Günther gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Gels den Vieh- und Pferdemarkt besichtigt, dann flanierten sie über das Festgelände und kamen mit den Schaustellern ins Gespräch. Der Bundesratspräsident zeigte sich beeindruckt vom Stoppelmarkt und seiner einzigartigen Atmosphäre.

Auch die Schausteller bedankten sich in einer kurzen Ansprache bei Bürgermeister Gels und überreichten ihm ein Abschiedsgeschenk.

Weitere Informationen zum Stoppelmarkt:
Der Stoppelmarkt in Vechta zählt zu den größten Volksfesten seiner Art in Nordwestdeutschland. Auf dem Festgelände erwartet die Gäste nun sechs Tage lang ein großes Angebot mit mehr als 20 Großfahrgeschäften, 20 Festzelten und vielen weiteren Ständen und Attraktionen. Weitere Informationen zum Fest und zum Programm finden Sie unter www.stoppelmarkt.de. Am Dienstag (20. August), dem letzten Markttag (Beginn: 13 Uhr), gibt es im Rahmen eines Familientages bis 18 Uhr überall auf dem Stoppelmarkt ermäßigte Preise. Den Abschluss des Stoppelmarktes bildet dann um 22 Uhr ein großes Brillant-Höhenfeuerwerk.

Bildergalerie

              Fotos: ©Kokenge