Wichtiger Bestandteil eines starken Teams sind die Beförderten und geehrten Feuerwehrleute. Foto: Chowanietz

Mitgliederversammlung

Feuerwehr Vechta ist 2017 stark gefordert

veröffentlicht: am 26.03.2018     Bildung, Soziales

251 Einsätze in einem Kalenderjahr, dazu viele, viele Dienst- und Fortbildungsstunden: Vechta hat eine leistungsstarke Freiwillige Feuerwehr.

Die Freiwillige Feuerwehr Vechta ist 2017 zu mehr Einsätzen ausgerückt als im Jahr zuvor. 251 Mal rückten die Kameradinnen und Kameraden aus, dies waren 21 Einsätze mehr als 2016, wie Ortsbrandmeister Christian Heitmann auf der Mitgliederhauptversammlung mitteilte. „Wir sind eine leistungsstarke Feuerwehr, in der unglaublich viel Aktivität herrscht“, sagte Heitmann.

Ein Indiz dafür ist auch die hohe Bereitschaft in der Truppe, sich stetig fortzubilden. So leisteten die Mitglieder der Feuerwehr im Laufe des vergangenen Jahres insgesamt 3807 Stunden im Bereich der Ausbildungsdienste, 50 Kameradinnen und Kameraden kamen zudem auf 600 Stunden bei verschiedenen Lehrgängen. Gesonderte Ausbildung der Maschinisten und der Gefahrgutgruppe, an der Drehleiter und im Einsatzleitwagen sind mitinbegriffen.

Das Know-how wird benötigt, die Feuerwehr ist stark gefordert. Allein 73 Brandeinsätze verzeichnete sie 2017, 23 mehr als 2016. Darunter waren auch zwei Großbrände. 178 so genannte Technische Hilfeleistungen erbrachte die Feuerwehr, vor allem Sturmschäden sorgten im Jahresvergleich für ein deutliches Plus. „Wir beseitigen aber längst nicht mehr jeden Sturmschaden, zu dem wir gerufen werden. Hier wird kritisch geprüft, ob wirklich eine Einsatzlage für die Feuerwehr besteht oder der Schaden von einem Unternehmen oder dem städtischen Bauhof beseitigt werden kann“, sagte Heitmann.

Zu sechs schweren Verkehrsunfällen wurde die Feuerwehr 2017 gerufen und damit seltener als in den Vorjahren. Eindeutig zu oft war es in den Jahren 2015 und 2016 zu Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen gekommen. Die Zahl der Alarmierungen sank nun von rund 50 auf 31 im vergangenen Jahr, was für Heitmann auch an der Aufklärungsarbeit der Feuerwehr lag. Die Einsatzleiter sensibilisierten vor Ort dafür, wie mit einem Alarm umzugehen sei, sagte er. Immerhin acht Mal handelte es sich im Berichtszeitraum allerdings auch um keine Fehlalarme, sondern tatsächlich um Brände.

121 Mitglieder hatte die Feuerwehr 2017, darunter 14 weibliche und 107 männliche. Es gibt weitere Interessenten auf einer Warteliste. Allerdings reichen die räumlichen Kapazitäten derzeit nicht aus, um weitere Mitglieder aufzunehmen. Dies dürfte sich mit der Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses ändern. Die Bauarbeiten an der Oldenburger Straße lägen im Zeitplan, vor Stoppelmarkt könnten sie nach jetzigem Stand der Dinge abgeschlossen werden, berichtete Stadtbrandmeister Rüdiger Holzenkamp. Er lobte die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr: „Es ist ein Dienst für eine gute Sache, auf den unsere Gesellschaft nicht verzichten kann.“

Trotz der Warteliste sei es nach wie vor eine große Herausforderung die Ehrenamtlichkeit der Feuerwehr zu erhalten, sagte Ortsbrandmeister Heitmann. Tendenziell müssten mehr Einsätze abgearbeitet werden. Auch danach fielen zahlreiche Aufgaben an. So mussten der Gerätewart und sein Team allein etwa 200 Stunden für Wartungs- und Pflegearbeiten an Fahrzeugen und Ausrüstung aufbringen. Heitmann dankte insbesondere Gerätewart Michael Helms, der 15 Jahre lang zuverlässig in dieser Position arbeitete; er stellte sich nicht zur Wiederwahl. 100 Stunden wurden in den Umbau oder Verbesserungsarbeiten an den Einsatzfahrzeugen investiert. Eine fünfköpfige Gruppe setzte sich intensiv mit der anstehenden Anschaffung eines Rüstwagens und seiner Ausstattung auseinander.  
 
Heitmann und Holzenkamp hoben positiv hervor, dass die Belange der Feuerwehr in Politik und Verwaltung der Stadt Vechta immer ein wichtiges Thema seien. „Deswegen gebührt den Mitgliedern der Gremien und Bürgermeister Helmut Gels unser ganz besonderer Dank“, betonte Heitmann.
Mit Wahlen und Beförderungen stellte die Feuerwehr Vechta zudem die personellen Weichen für die Zukunft. Zudem wurde eine Reihe von Kameraden geehrt.


Wahlen:
Gerätewart: Patrick Gerdes.
Jugendfeuerwehrwart: Nils Triphaus.
Sicherheitsbeauftragter: Alexander Helmke.
Atemschutzgerätewart: Bernd Feind.
Zeugwart: Reinhard Ahlers.
Schriftführer: Jens Thölking.
Zugführer: Ulrich Jaksch und Thomas Deckert.
Gruppenführer: Daniel Belling und Stephan Zwanefeld.
Kassenwart: Christian Meyer

Ehrungen:
Holger Heitmann, Niedersächsisches Ehrenzeichen 25 Jahre.
Jens Reinke, Niedersächsisches Ehrenzeichen 25 Jahre.
Thomas Deckert, Niedersächsisches Ehrenzeichen 25 Jahre.
Dieter Kleimann, Niedersächsisches Ehrenzeichen 40 Jahre.
Andreas Michalowski, Niedersächsisches Ehrenzeichen 40 Jahre.
Ortsbrandmeister Christian Heitmann dankte zudem Christian Wichmann. Er hat 23 Jahre Kommandotätigkeit, davon elf Jahre und elf Monate als stellvertretender Ortsbrandmeister verrichtet, ehe er im vergangenen Jahr ausschied.

Beförderungen:
Jan-Arthur Müller zum Hauptbrandmeister.
Michael Ahrling zum Oberbrandmeister.
Thomas Deckert zum Brandmeister.
Simon Hermes zum Oberlöschmeister.
Denise Fritze zur Löschmeisterin.
Niklas Bremer und Simon Kröger zum Löschmeister.
Tobias Chardon, Hendrik Gelhaus, Niklas Helmke, Martin Hillesheim, Markus Thomann und Nils Triphaus zum Hauptfeuerwehrmann.
Laura Triphaus zur Oberfeuerwehrfrau.
Leon Imbusch, Tobias Thie und Lars Willnich zum Oberfeuerwehrmann.
Michelle Gawellek und Leonie Michalowski zur Feuerwehrfrau.
Julius Adam, Jonas Ellendorf, Julian Gürtler, Steffen Hackmann, Malte Lahrmann, Florian Stolle, Bastian Such, Friederich Suffner, Florian Warnking und Frank Wilhelm zum Feuer-wehrmann.

Aufnahme in die Feuerwehr:
Patricia Neemann, Stefan Bardelmann, Matthias Lechenmüller.