Vechtas Bürgermeister Kristian Kater, Fachdienstleiter Stefan Thole, AWV-Geschäftsführer Clemens Nüske und Landrat Herbert Winkel (von links) präsentierten das neue Unterflur-Sammelsystem für Altglas in Oythe. Foto: Fischer

Unterflur-Container in Oythe

Glas entsorgen - sauber, leise und barrierearm

veröffentlicht: am 04.06.2021     Wirtschaft, Entwicklung

Am bekannten Sammelplatz gegenüber der Kirche hat die Abfallwirtschaft Vechta die alten gegen moderne Container ausgetauscht.

Vier neue Sammelcontainer für Altglas sorgen aktuell in Oythe für viel Aufmerksamkeit. Am bekannten Sammelplatz gegenüber der Kirche hat die Abfallwirtschaft Vechta die alten Glascontainer gegen vier moderne Unterflur-Container ausgetauscht. Die Besonderheit bei diesem System: Die Sammelbehälter sind in die Erde eingelassen, nur die Einwurfsäulen für Weiß- und Buntglas ragen aus dem Boden heraus.

Der Sammelplatz in Oythe war nicht unproblematisch. Verschmutzungen, Überfüllungen und unerlaubtes Abstellen des Altglases neben die Container, haben den Platz wenig ansehnlich gemacht. Mit dem Modellversuch „Unterflur-Container“ erhofft sich die Abfallwirtschaft Vechta in Oythe eine deutliche Verbesserung dieser Situation. „Wie die Erfahrung zeigt, werden gepflegte Standorte besser angenommen und zugleich weniger verschmutzt. Diesen Effekt erhoffen wir uns auch hier“, so Clemens Nüske, Geschäftsführer der AWV.

Zusätzlich hat die AWV mit dem Aufstellen eines vierten Containers – zwei für Weißglas, zwei für Grün- und Braunglas – das Abgabevolumen erhöht. 3 Kubikmeter nehmen die Container jeweils auf. „Durch entsprechende technische Ergänzungen könnte später sogar die Füllmenge automatisch an das beauftragte Sammelunternehmen übermittelt werden, um die Leerung der Behälter zu organisieren“, so Nüske.

Nicht nur optisch wissen die neuen Altglascontainer zu überzeugen. Die Einwurfhöhe ist deutlich niedriger als bei den oberirdischen Containern. Die Bedienung von Vollunterflursystemen ist somit besonders kinder-, alten- und behindertenfreundlich. Auch die Lärmbelästigung beim Einwurf von Glas und die Geruchsbelästigung werden im Vergleich zu den oberirdischen Behältern deutlich minimiert.

Positive Aspekte, die bei den Kommunen Anreize schaffen sollen, weitere Stellplätze für die neuen Sammelcontainer zur Verfügung zu stellen. Darauf hofft Clemens Nüske: „Alle sind sich einig, dass der Plastikmüll deutlich reduziert werden muss und die Verbraucher lieber zu Produkten in Glasverpackungen greifen sollen. Andererseits haben die Kommunen aufgrund von Anwohnerbeschwerden vor allem im innerstädtischen Bereich und in Wohnsiedlungen die Standorte für Altglassammlungen in den letzten Jahren deutlich reduziert. Das ist ein Problem, dass wir, Kommunen und Abfallentsorger, nur gemeinsam lösen können."

Landrat Herbert Winkel zeigte sich erfreut über das neue Sammelsystem “Mit den leisen und barrierearmen Unterflur-Containern leistet die AWV einen wichtigen Beitrag, um das Aufstellen von Sammelcontainern auch in Wohnquartieren attraktiver zu machen. Die Anlage hier ist zudem ein optischer Gewinn für das Ortsbild in Oythe.

Die Wahl des passenden Standortes für den Modellversuch ist mit der Stadt Vechta eng abgestimmt. „Wir haben die Situation hier in Oythe natürlich auch gesehen, die wir gemeinsam mit der AWV verbessern wollten. Mit dem neuen Sammelsystem haben wir jetzt eine Lösung gefunden, die eine deutliche Verbesserung der Entsorgungs-Situation vor Ort bieten wird“ weiß Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Er dankte der AWV für die gute Kooperation verbunden mit dem Wunsch, ggf. weitere Standorte im Stadtgebiet herzurichten, wenn sich das System bewährt.

So sieht es auch Clemens Nüske, der sich für die Unterstützung bei allen Verantwortlichen bedankte. „Die Kooperation mit der Stadt Vechta und dem zuständigen Fachdienst war ausgezeichnet“, betonte Nüske, der seinen Dank an Fachdienstleiter Stefan Thole richtete. Er machte zudem deutlich, dass weitere Standorte im Landkreis Vechta folgen sollen. „Je nach Bereitschaft der Kommunen im Landkreis Vechta, das neue System der umweltgerechten und sauberen Entsorgung von Altglas mitzutragen“, so Nüske abschließend.