2020/2021

Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel

veröffentlicht: am 01.01.2021     Alle Themen

In seinem Grußwort zum Jahreswechsel 2020/2021 blickt Bürgermeister Kristian Kater optimistisch in das kommende Jahr.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zum Jahreswechsel wünschen wir uns alle nichts sehnlicher, als wieder zu unserem gewohnten Alltag zurückkehren zu können. Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben in den vergangenen Monaten auf den Kopf gestellt und verändert. Mit den Folgen der Krise werden wir noch lange zu tun haben. Aber es gibt auch Hoffnung. Wir stehen der Situation nicht hilflos gegenüber!

In Kürze beginnen auch im Kreis Vechta die Impfungen gegen das Virus. Die Berichte über die Wirksamkeit verschiedener Impfstoffe, die demnächst zugelassen werden sollen, stimmen ebenfalls optimistisch. Bis wir die Pandemie besiegt haben, bedarf es aber weiterhin gemeinsamer Kraftanstrengungen und Solidarität. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen nach wie vor alles daran setzen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Je stärker wir das beherzigen, desto schneller werden wir Fortschritte machen und vor allem denen helfen, denen Corona gesundheitlich und wirtschaftlich arg zugesetzt hat.

Optimistisch stimmt mich auch der städtische Haushalt 2021. Der Rat der Stadt Vechta konnte diesen im alten Jahr nicht mehr verabschieden. Die Debatte darüber werden wir so früh wie möglich im neuen Jahr nachholen und einen neuen Termin für die ausgefallene Ratssitzung ansetzen. Das Zahlenwerk, das dem Rat bereits vorliegt, macht aber bereits deutlich, dass wir – Stand heute - finanziell als Gemeinschaft gut durch die Krise kommen und die notwendigen Investitionen tätigen können.

Die Prognosen nach dem Ausbruch der Pandemie hatten das Schlimmste befürchten lassen. Es drohten Ausfälle bei den Steuereinnahmen, unserer Haupteinnahmequelle, historischen Ausmaßes. Heute können wir sagen, dass wir sehr sparsam mit dem Geld umgegangen sind und wir auch deshalb ein gutes Ergebnis im Jahr 2020 erzielt haben. Heute können wir auch sagen, dass die Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Großes geleistet haben. Die Gewerbesteuereinnahmen sind, so wie es aktuell geschätzt werden kann, höher ausgefallen als erhofft. Das lässt uns trotz aller Unsicherheiten - die es nach wie vor gibt - Spielraum für Investitionen in die Zukunft unserer Stadt, vor allem unserer Kinder. Wir können in die Schulinfrastruktur investieren und den Kita-Ausbau vorantreiben. Wir können neue Wohngebiete entwickeln. Wir können Straßen sanieren und die Attraktivität Vechtas erhalten.

Lassen Sie mich Zahlen nennen, die das verdeutlichen: Für das Haushaltsjahr 2021 haben wir auf Grundlage von Steuerschätzungen ein Gewerbesteueraufkommen von 20,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Leistung zum Ausgleich der Gewerbesteuerausfälle 2020 durch den Bund und das Land Niedersachsen in Höhe von 6,5 Millionen Euro, die wir erhalten haben, stellt eine große Hilfe dar. Und auch weil wir sparsam waren, können wir die bereits begonnenen Projekte zu Ende bringen und neue beginnen. Wir mussten dafür 2020 keine Kredite aufnehmen. Für 2021 ist ein Investitionsprogramm in Höhe von 23,2 Millionen Euro vorgesehen. So sieht es der Haushaltsentwurf vor, über den der Rat aber zunächst entscheiden muss. Die Politik hat das letzte Wort. Und auch das ist eine Erkenntnis aus 2020: Die demokratischen Prozesse haben in Vechta und andernorts auch in der Krise funktioniert.

Ich möchte ganz offen sagen, dass sich die finanziellen Folgen der Pandemie für die Stadt Vechta erst in ein, zwei Jahren genauer bewerten lassen. Dennoch: Wir haben eine gute Grundlage und die Möglichkeit dafür, dass Vechta eine zukunftsfähige, wirtschaftlich florierende Stadt bleibt, die Arbeitsplätze, einen gesunden, familienfreundlichen Lebensraum und hohe Bildungschancen bietet. Gleichzeitig wollen wir sicherstellen, dass Vechta eine schöne Stadt mit einem vielfältigen kulturellen Leben sowie einem breiten Angebot für Freizeit und Sport ist.

Wir sollten 2021 dennoch ganz besonders an die Menschen denken, die wirtschaftlich schwer unter den Einschränkungen leiden mussten. Denken wir an die Geschäfte und die Gastronomie in Vechta, die Touristik und Schausteller sowie die Veranstaltungstechniker, Künstler und viele mehr, die die Folgen der Krise besonders hart trifft. Lassen Sie uns diese unterstützen, sobald dies wieder möglich ist. Wir als Stadt verstehen uns auch als Ankurbler der Wirtschaft in einer schwierigen Zeit. Dieses Zeichen wollen wir mit dem Haushalt 2021 setzen.

Ich möchte mich am Ende eines schwierigen Jahres bei allen bedanken, die zur Bewältigung der Krise auf verschiedenste Weise beitragen: unseren Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den medizinischen, sozialen und bildenden Einrichtungen, unseren Ehrenamtlichen, bei jeder Bürgerin und jedem Bürger.

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Vechta ist eine starke Gemeinschaft. Wir haben im abgelaufenen Jahr viel Menschlichkeit, Solidarität und Tatkraft erlebt.  Besonders beeindruckt hat mich die Hilfsbereitschaft in Vechta. Spontan haben Ehrenamtliche Hilfen angeboten und sind in die Bresche gesprungen, wo der Staat noch nicht so weit war. Exemplarisch nenne ich hier die Einkaufshilfen und die Organisation von Masken sowie die „Quasselbuden“. Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich freiwillig und solidarisch für andere eingesetzt haben.

Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern für Ihren Verzicht. Treffen, Familienfeiern, Abschlussfeiern, Kindergeburtstage. Alles ist ausgefallen und fehlt. Einiges kann nachgeholt werden, aber vieles eben nicht.

Ich wünsche uns allen, dass wir 2021 wieder weniger durch Verzicht und stärker durch Tatkraft den Weg aus der Krise finden.

Ich wünsche Ihnen Glück und Gesundheit für das kommende Jahr

 

Ihr Bürgermeister Kristian Kater