Nummer gegen Kummer

Häusliche Gewalt in Zeiten der Corona-Krise

veröffentlicht: am 03.04.2020     Alle Themen

Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen informieren die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis über das Thema häusliche Gewalt.

Die aktuelle Corona-Krise löst bei vielen Menschen finanzielle, gesundheitliche und persönliche Ängste aus, die durch soziale Isolation und Enge verstärkt werden kann. Aus diesem Grund informieren die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Vechta nun über das Thema häusliche Gewalt. 

Denn diese kann steigen, wenn:

  • die Ausgangsbeschränkungen längerfristig dauern, der Frust steigt und Sport und Bewegung nur eingeschränkt möglich sind, 
  • Frauenhäuser wegen Quarantäne keine neuen Frauen aufnehmen können oder Bewohnerinnen nicht in selbständigere Wohnformen weitervermitteln können, so dass Plätze längerfristig besetzt sind, 
  • gewalttätige Personen aufgrund einer Quarantäne nur erschwert aus der Wohnung verwiesen werden können,
  • telefonische oder Online-Hilfsangebote für potentielle Täter / tatgeneigte Personen nicht bekannt sind,
  • Sucht, psychische oder chronische Krankheiten in der Familie auszuhalten sind,
  • Hilfen und Schutzräume nur schwer in Anspruch genommen werden können, weil das Opfer unter durchgehender Beobachtung steht,
  • pflegende Angehörige plötzlich hilflos und ohne Auszeit mit schwer pflegebedürftigen oder demenzkranken Verwandten zusammen leben,
  • Eltern von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf diesen über einen längeren Zeitraum nicht mehr bekommen,
  • bei manchen Menschen der Eindruck entsteht, die staatlichen Einrichtungen müssen sich vorübergehend zurückziehen und die Justiz werde bestimmte Straftaten nicht verfolgen (können).

 

Eine Liste mit Ansprechpartnern finden Sie hier: