Vechta spart Energie

Hallenbäder Langförden und an GSO bleiben geschlossen

veröffentlicht: am 26.08.2022     Alle Themen

Die Schwimmzeiten werden auf andere Bäder verteilt, sodass das Schulschwimmen und auch die Schwimmlernkurse weiterhin stattfinden können.

Um Energie zu sparen, hat Bürgermeister Kristian Kater veranlasst, die Schwimmbäder in Langförden und an der Geschwister-Scholl-Oberschule nach den Sommerferien zunächst nicht wieder in Betrieb zu nehmen. „Die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt und die für den kommenden Winter erwartete Energieknappheit erfordern es nun zu handeln. Wir müssen unseren Beitrag zu dieser nationalen Kraftanstrengung leisten und Energie jetzt sparen, wo dies machbar und vertretbar ist.

„Allein die drei städtischen Bäder machen, über das Jahr gesehen, einen Anteil von gut zwei Dritteln des gesamten städtischen Gasverbrauches aus“, erklärt Bürgermeister Kristian Kater: „Mit der Entscheidung zwei von drei städtischen Bädern vorerst nicht in Betrieb zu nehmen, sparen wir gut ein Drittel des Verbrauchs, leisten somit einen erheblichen Beitrag zum Energiesparen und schaffen es auch, das Schulschwimmen und die Schwimmlernkurse stattfinden zu lassen. Das ist mir besonders wichtig, denn längere Pausen beim Schwimmlernen können wir uns nach der langen Corona-Zeit im Sinne der Sicherheit unserer Kinder nicht leisten und werden hier eine Priorität setzen.“

Schulen und Vereinen, die die Hallenbäder nutzen, kann die Stadt Vechta weitestgehend Schwimmzeiten im städtischen Hallenwellenbad (HWB) und am Gymnasium Antonianum anbieten. Der Landkreis Vechta stellt als Betreiber des Antonianum-Bads entsprechende Zeiten zur Verfügung. „Für dieses Entgegenkommen sind wir dem Landkreis besonders dankbar. Dadurch haben wir eine Entlastung und weitere Möglichkeiten in unserem Hallenwellenbad“, erklärt Kater.

Stand jetzt konnte die Stadt Vechta alle Kurse für Schwimmanfänger (Seepferdchen-Kurse) von Vereinen oder privaten Kursleiterinnen und -leitern im neuen Plan unterbringen. Sollte es darüber hinaus noch Bedarf insbesondere für Anfängerkurse geben, wird darum gebeten, sich an die Stadt Vechta unter der Mailadresse sport(at)vechta.de zu wenden. Auch für die Grundschulen gibt es kaum Einschränkungen, sie haben alle Unterrichtszeiten bekommen, die bei ihnen besondere Priorität haben. Zum Beispiel haben die Grundschulen alle benötigten wöchentlichen Schulstunden für die Klassen 3 und 4 (insgesamt 31) im Hallenwellenbad oder am Antonianum erhalten.

Im HWB muss zugunsten insbesondere des Schwimmunterrichts für Kinder und Jugendliche der öffentliche Badebetrieb eingeschränkt werden. Allerdings gibt es auch dank der Zeiten im Antonianum nach wie vor an allen Tagen Zeitfenster, vor allem an den Wochenenden und in den Abendstunden. Lediglich am Dienstag gibt es im HWB einen öffentlichen Badebetrieb nur am frühen Morgen.

Den Schulen und Vereinen sind diese Schritte mitgeteilt worden. „Ohne Frage bedeutet dies Einschränkungen und zusätzlichen organisatorischen Aufwand für die Vereine, Schulen und Schwimmer im öffentlichen Badebetrieb. Ich bedanke mich schon einmal vorab für das Verständnis. Wir würden auch lieber alle Bäder so weiter betreiben wie gewohnt, vor allem nach den Corona-bedingten Schließungen in den vergangenen Jahren. Aber die Umstände erfordern es, dass wir uns einschränken und auf das eine oder andere verzichten müssen, damit wir im Winter nicht in die Bredouille geraten. Wir als Kommune müssen als Vorbild vorangehen“, sagt Bürgermeister Kater. Er ruft auch die Bevölkerung in Vechta dazu auf, ebenfalls schon jetzt aktiv zu werden und dort, wo es möglich ist, Energie einzusparen. „Jede Kilowattstunde, die wir jetzt verbrauchen, kann uns im Winter fehlen.“

Kurzfristig hatte die Stadt Vechta bereits Sport- und Schwimmhallen in den Sommerferien geschlossen und die Heizungen abgestellt. Das Hallenbad im HWB war in den Sommerferien geschlossen und wurde nicht beheizt. Die nächtliche Ambiente-Beleuchtung von städtischen Gebäuden (Rathaus, Museum, Gulfhaus etc.) wurde bereits deutlich reduziert. Dazu werden weiterhin Möglichkeiten zur dauerhaften Reduzierung des Energieverbrauchs analysiert und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet sowie die Optimierung der Heizungen in notwendigen Räumlichkeiten. Diese befinden sich noch in der finalen Abstimmung und werden entsprechend mitgeteilt.