(von links) Philipp Zimmermann (smartparking), Fachdienstleiter Stefan Schierholt, Lasse Ellmers und Bürgerberater Alfred Schön (alle drei Stadt Vechta) (Bild: Bindernagel)

Digitaler Service

Handyparken in Vechta neu eingeführt

veröffentlicht: am 13.11.2018     Alle Themen

Ab sofort können Autofahrerinnen und Autofahrer die Parkgebühren auf öffentlichen Stellflächen ganz einfach per Mobiltelefon bezahlen.

In der Vechtaer Innenstadt wird das Entrichten von Parkgebühren bequemer und einfacher. Ab sofort können Autofahrerinnen und Autofahrer die Parkgebühren auf öffentlichen Stellflächen ganz einfach auch per Mobiltelefon bezahlen. Dafür kooperiert die Stadt Vechta mit „smartparking“ – einem Verbund für digitale Parkraumbewirtschaftung. „Handyparken“ nennt sich das neue Angebot, mit dem die Stadt Vechta ihr digitales Angebot weiter ausbauen möchte. Den Nutzerinnen und Nutzern stehen dabei die Apps unterschiedlicher Handyparken-Anbieter zur Verfügung aus denen sie frei wählen können. Das neue Angebot ist ein Mehrservice für Bürgerinnen und Bürgern sowie Gäste; auch die Parkscheinautomaten bleiben parallel in Betrieb.

Vechtas Bürgermeister Helmut Gels freut sich, dass den Bürgern und Besuchern Vechtas ein weiterer mobiler Service angeboten werden kann: „Das ist ein tolles Angebot. Besucher der Innenstadt müssen nicht mehr zum Auto zurücklaufen, um die Parkzeit zu verlängern, wenn der Einkauf mal etwas länger dauert oder es im Café gerade gemütlich ist. Das funktioniert ganz bequem mit dem Handy. Und man zahlt auch nicht zu viel Parkgebühren, wenn der Einkauf schneller erledigt ist als gedacht. Die Einkaufstadt Vechta wird dadurch noch attraktiver.“

An den bestehenden Parkscheinautomaten werden in Kürze weitere Informationen zu den neuen Dienstleistern sowie Benutzungsanleitungen zum Handyparken angebracht. Zu den Anbietern gehören EasyPark, ParkNow, Park&Joy, moBiLET und Yellowbrick. Aus diesen können die Nutzenden frei wählen. Alle Anbieter addieren für den neuen Service Zuschläge unterschiedlicher Höhe auf die zu entrichtende Parkgebühr. Interessenten sollten sich daher im Vorfeld über die unterschiedlichen Techniken, Gebührenstrukturen und Zahlungsmethoden der Anbieter informieren. Das neue Angebot gilt aus technischen Gründen noch nicht in Parkhäusern; langfristig soll Handyparken auch dort möglich sein.

Informationen zum Park- und Bezahlvorgang beim Handyparken

Je nach Anbieter können Fahrerinnen und Fahrer den Parkvorgang auf dem Smartphone per App, Anruf oder auch per SMS starten. Parkzeiten können je nach Bedarf jederzeit beendet oder auch verlängert werden, ohne dafür zum Auto zurückkehren zu müssen. Bezahlen müssen Nutzerinnen und Nutzer nur für die Zeit, die sie genutzt haben. Nutzerinnen und Nutzer des Handyparkens können Verwarngelder für Zeitüberschreitungen künftig vermeiden, indem sie rechtzeitig die Parkzeit am Mobiltelefon verlängern. Ob für ein Fahrzeug ein gültiges Ticket gelöst wurde, erkennen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Kennzeichen, dass sie mit einem zentralen Online-System abgleichen.

Informationen zum Parken in Vechta

Parkgebühren zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer in Vechta übrigens nur im Innenstadtbereich rund um die Einkaufsmeile Große Straße. Überall sonst im Stadtgebiet sind Parkplätze zu finden, die kostenlos oder mit einer Parkscheibe genutzt werden können.

Weitere Informationen zu smartparking

Auch in vielen anderen deutschen Städten können Autofahrerinnen und Autofahrer Parktickets mit dem Smartphone lösen. Rund 75 Städte nehmen bislang am Handyparken teil, darunter Dortmund, Bielefeld, Berlin, Köln und Hamburg. Einen vollständigen Überblick über alle smartparking-Städte gibt es hierhttps://smartparking.de/fuer-verbraucher.

Geschäftsführer von smartparking ist Ole von Beust. Der frühere Hamburger Bürgermeister sagt: „Unsere Plattformlösung ist offen für alle Handyparken-Anbieter auf dem deutschen Markt. Damit lässt sie Autofahrern die Freiheit, sich für die Technik zu entscheiden, die ihnen am meisten zusagt. Und die Städte können Handyparken sehr schnell einführen, ohne aufwendige Ausschreibung."

Text: S. Bindernagel