Covid-19

Hinweise zur Krankschreibung bei einer Infektion

veröffentlicht: am 10.06.2022     Alle Themen

Personen, bei denen eine bestätigte Corona-Infektion per PCR-Test vorliegt, müssen sich für mehrere Tage in Isolation begeben.

In der Regel wird die Isolation durch die Gesundheitsämter angeordnet. Für das Ausstellen einer AU-Bescheinigung (Krankschreibung) ist jedoch die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt zuständig. Hierbei ist es vor allem wichtig, ob Krankheitssymptome vorliegen oder nicht.

 

Infektion mit Krankheitssymptomen:

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus und Krankheitssymptomen, aufgrund derer der Berufstätigkeit nicht nachgegangen werden kann, stellt die Ärztin oder der Arzt eine AU-Bescheinigung aus. Dies gilt auch dann, wenn das Gesundheitsamt eine Isolation angeordnet hat. In diesem Fall haben Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz und nicht auf Entschädigung nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Daher hat der Arbeitgeber gegenüber dem Land auch keinen Anspruch auf Erstattung.

 

Infektion ohne Krankheitssymptome:

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus ohne Krankheitssymptome kann die Ärztin oder der Arzt ebenfalls grundsätzlich eine AU-Bescheinigung ausstellen, da der Patient aufgrund der Infektion die Wohnung nicht verlassen kann, um seinen Arbeitsplatz aufzusuchen. Anderenfalls würde er andere in Gefahr bringen, sich ebenfalls zu infizieren. Anders verhält es sich, wenn der Patient die Möglichkeit hat, während des gesamten Zeitraums der Isolation seine Tätigkeit von zu Hause aus zu erbringen („Homeoffice“). In diesem Fall benötigt er keine AU-Bescheinigung, da er seiner Arbeit nachgehen kann.

Somit haben alle Infizierten grundsätzlich Anspruch auf die Ausstellung einer AU-Bescheinigung. Es kommt darauf an, ob der Arbeitnehmer krank (arbeitsunfähig) war und deswegen Anspruch auf Ausstellung einer AU-Bescheinigung hatte und nicht darauf, ob eine solche tatsächlich ausgestellt wurde. Das Problem einer nicht beschafften Bescheinigung muss zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und behandelndem Arzt geklärt werden. Deren Fehlen führt nicht zu einem Anspruch auf Entschädigung nach § 56 IfSG.

Sofern der Arbeitnehmer trotz der Infektion seiner Berufstätigkeit nachgehen und seine Tätigkeit von zu Hause erbringen kann (Homeoffice), benötigt er keine AU-Bescheinigung. Ein Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz besteht in diesem Fall ebenfalls nicht, da der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung erbringen kann und damit durch die Quarantäne keinen Verdienstausfall erleidet.

Es wird darauf hingewiesen, dass sich Personen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ihre Arbeitsunfähigkeit beim behandelnden Arzt bescheinigen lassen müssen, sofern nicht die Möglichkeit besteht, die Arbeitsleistung von zu Hause aus zu erbringen.

 

Weitere Informationen stehen unter www.landkreis-vechta.de zur Verfügung.