Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Foto: Kokenge

Corona-Fälle in Vechta

Kater ruft zu Achtsamkeit und Solidarität auf

veröffentlicht: am 02.10.2020     Alle Themen

Die neusten Entwicklungen "führen uns allen noch einmal vor Augen, dass die Pandemie immer noch vor unserer Haustür ist", sagt der Bürgermeister.

Der Landkreis Vechta hat am heutigen Freitag (2. Oktober) bekanntgegeben, dass in einem Senioren- und Pflegeheim in Vechta nach derzeitigem Stand 50 bestätigte Corona-Infektionen bei Bewohnern und Pflegekräften nachgewiesen wurden. Bürgermeister Kristian Kater wendet sich mit einem Appell an alle Bürgerinnen und Bürger.

„Diese Entwicklung und die allgemein steigenden Infektionszahlen führen uns allen noch einmal vor Augen, dass die Pandemie immer noch vor unserer Haustür ist und noch lange nicht besiegt ist. Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die erkrankt sind. Ich wünsche ihnen eine baldige und vollständige Genesung. Wir müssen achtsam bleiben und immer daran denken: Abstand halten, Hände waschen, Maske tragen, regelmäßig lüften und die Corona-Warn-App nutzen. Jeder kann etwas dafür tun, dass sich die Infektionen nicht noch weiter ausbreiten. Wir dürfen nicht die erzielten Erfolge der vergangenen Wochen und Monate aufs Spiel setzen. Bitte verhalten Sie sich verantwortungsbewusst und solidarisch gegenüber allen, für die eine Erkrankung eine ernste Gefahr darstellt, und auch gegenüber jenen, die von erneuten Einschränkungen besonders stark betroffen wären.“

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens im Landkreis Vechta und der angespannten Corona-Situation im benachbarten Landkreis Cloppenburg hatten sich Bürgermeister Kater sowie Vorstandsmitglieder des Stadtmarketingvereins Moin Vechta bereits am vergangenen Montag darauf verständigt, den für den 4. Oktober geplanten verkaufsoffenen Sonntag in Vechta abzusagen.

Die Entscheidung wurde nach intensiven Gesprächen mit Einzelhändlern und Unternehmen, der Stadt Vechta und dem Landkreis Vechta getroffen. Die allgemein steigenden Infektionszahlen ließen eine Großveranstaltung mit mehreren tausend Personen in der Innenstadt nicht zu. Vechta, als Kreisstadt und als Versorgungs- und Mittelzentrum, zieht mit einem verkaufsoffenen Sonntag immer viele Menschen aus dem Umland an.

„Wir müssen von einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgehen. Das Risiko, dass aufgrund des Shoppingevents gegebenenfalls Schulen und Kindergärten und vielleicht auch die Geschäfte oder sogar die gesamte Innenstadt geschlossen werden müssen, wollen die Stadtverwaltung Vechta und Moin Vechta nicht eingehen“, teilte Bürgermeister Kristian Kater mit.