Museumsleiter Kai Jansen (links) und Ausstellungstechniker Wolfgang Siemer präsentieren die neue Entdecker-Vitrine für das Modell eines Schlüssellochgrabes im Museum im Zeughaus in Vechta (Foto: Goldau)

Neu im Museum

Mediaguide und Entdecker-Vitrine

veröffentlicht: am 20.07.2021     Kultur, Veranstaltungen und Tickets

Die vergangenen Monate hat das Museum Vechta intensiv dazu genutzt, um neue Angebote für seine Besucherinnen und Besucher zu erarbeiten.

Zwei Neuerungen können ab sofort bei einem Besuch des Museums im Zeughaus benutzt und in Augenschein genommen werden.

Häufig sind es die Details oder die Geschichten zu einem Objekt, welche die Museumsgäste bei ihrem Besuch besonders interessieren. Um den Besucherinnen und Besuchern im Museum im Zeughaus möglichst viele dieser Informationen an die Hand geben zu können, hat das Museum einen neuen Mediaguide entwickelt und eingeführt. Ab sofort können alle interessierten Gäste über ein offenes WLAN im Museumsgebäude durch das Scannen von QR-Codes oder alternativ mittels Nummerneingabe mit ihrem eigenen Smartphone oder Tablet auf die digitalen Inhalte zugreifen. Bei diesem Service hat das Museum auch an Besucherinnen und Besucher ohne eigenes Smartphone gedacht, für die Leihgeräte zur Verfügung stehen. Bei der Nutzung des Mediaguides und der Ausleihe der Smartphones oder Tablets fallen während des Museumsbesuchs keine zusätzlichen Kosten an.

Museumleiter Kai Jansen erläutert zum neuen Mediaguidesystem: „Dort, wo es sinnvoll ist, möchten wir auch in unserer Ausstellung digitale Angebote zur Verfügung stellen. Als wir durch die coronabedingten Hygienemaßnahmen vor der Entscheidung standen, unsere bisherigen Medienstationen aus der Ausstellung herausnehmen zu müssen, haben wir dafür eine Alternative gesucht. Mit dem neuen Mediaguidesystem haben wir einen zeitgemäßen Ersatz gefunden. Zudem ist das System nachhaltig und ohne große Aufwände erweiterbar.“

Zugleich hat das Museumsteam die Dauerausstellung im Themenbereich „Bronzezeit“ um zwei Neuheiten erweitert. Für ein Modell eines Schlüssellochgrabes aus der jüngeren Bronzezeit (ca. 1.000 – 700 v. Chr.) wurde im Museum eine Entdeckervitrine entworfen und von Ausstellungstechniker Wolfgang Siemer in der museumseigenen Werkstatt gebaut. Neben dem optimalen Schutz für das Modell lädt die Vitrine zugleich alle Museumsgäste dazu ein, die Besonderheit eines Schlüssellochgrabes zu entdecken. In Vechta wurden zwischen 1995 – 1998 auf einem großen Gräberfeld am Standort des heutigen Kreishauses insgesamt 24 Schlüssellochgräber entdeckt. Eine neu geschaffene Präsentation zeigt im Ausstellungsraum Pläne und Fotos von den damaligen Ausgrabungen.