Der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie möchte das Netzwerk im Jahr 2020 weiter stärken. Vordere Reihe, von links: Thorsten Siefert (Polizei, Leiter IPA Verbindungsstelle Cloppenburg/Vechta), Sebastian Krause (Jugendamt des Landkreises Vechta), Sandra Sollmann (Erste Stadträtin Stadt Vechta), Julian Hülsemann (Koordinierungs- und Fachstelle PfD Vechta/Kreisvolkshochschule Vechta e. V.). Hintere Reihe, von links: Ralf Schopmans (Leiter der Kreisvolkshochschule Vechta e. V.), Christoph Wichmann (Stadt Vechta, Fachdienstleiter Soziale Dienste, Senioren & Integration), Kai Kieselhorst (Stellwerk Zukunft GmbH), Tobias Hartmann (Stadtjugendpfleger Vechta), Stefan Heitmann (Leiter des Fachkommissariats für Staatsschutz bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta). ©Martina Böckermann

"Partnerschaft für Demokratie"

Netzwerk für Demokratie soll ausgebaut werden

veröffentlicht: am 20.01.2020     Bildung, Soziales

Die Fördersumme erhöht sich in diesem Jahr auf rund 70 000 Euro für Aktionen, Initiativen und Jugendfonds.

Die „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) will im Jahr 2020 das bisherige Netzwerk für Demokratie stärken und weiter ausbauen. Darauf einigten sich die Mitglieder des Begleitausschusses bei ihrer Auftaktsitzung für das Jahr 2020. So soll die Jugendbeteiligung vorangebracht werden und Multiplikatoren in die Arbeit einbezogen werden. Das könnte beispielsweise über Vereine organisiert werden. Für das Jugendforum werden noch weitere aktive Jugendliche gesucht, die Lust haben, sich in Projekte zu demokratischen Werten einzubringen. In der neuen Förderperiode wurde die Fördersumme erhöht. Für den Aktions- und Initiativfonds belaufen sich die Fördermittel im Jahr 2020 auf 58.750 Euro. Für den Jugendfonds stehen wie im Jahr 2019 auch in diesem Jahr 10.000 Euro zur Verfügung.

 

„Was zählt sind kreative Ideen“, erklärt Julian Hülsemann, Leiter der Koordinierungs- und Fachstelle der PfD. „Jeder, der eine Idee für ein neues Projekt hat, kann sich an uns wenden. Gemeinsam entwickeln wir das Projekt weiter, vermitteln bei Bedarf fachliche und professionelle Unterstützung und begleiten die Umsetzung“, beschreibt er die Vorgehensweise.

 

Im Jahr 2019 betrug die Endfördersumme 44.239 Euro. Insgesamt dreizehn Projekte konnten mit dem Geld umgesetzt werden. Dazu gehörten zum Beispiel die „Wertewächter“ und „Wertekids“, das Demokratietraining in der JVA Vechta, „Bunt statt Braun“ am Gymnasium Antonianum, das Projekt „In der Auseinandersetzung mit der Historie die eigene Identität finden“ sowie das „Fest der Kulturen“.

„Das Leitziel unserer Arbeit im vergangenen Jahr war, das demokratische Engagement gegen jede Art von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu fördern und interregionale Kooperationen zur demokratischen Bildung zu stärken“, fasst Julian Hülsemann zusammen. Daran soll auch im neuen Jahr angeknüpft werden.

 

Ein erstes Projekt im Jahr 2020 mit dem Titel „Extremismus & Demokratie“ ist bereits angelaufen. In mehreren Schulen, die sich für das Projekt angemeldet haben, finden Workshops und Vorträge zu diesem Themenbereich mit Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse statt. Ausgebildete Fachleute der Polizei, des Verfassungsschutzes und ein Islam- und Politikwissenschaftler führen die Workshops durch. Zum Ende der Aktionswochen zeigt das Junge Staatstheater Braunschweig im Metropol-Theater das Stück „Djihad“. Insgesamt sind vier Aufführungen geplant mit anschließenden Gesprächsrunden.

 

Schulen, Gruppen und Vereine, die selbst ein Projekt umsetzen möchten, können sich mit Julian Hülsemann von der Kreisvolkshochschule Vechta e. V. unter den Telefonnummern 0171 55 31 430 bzw. 04442/93708-13 oder unter pfd(at)kvhs-vechta.de in Verbindung setzen. Ansprechpartner für das Jugendforum sind Uwe Helmes und Kai Kieselhorst von der Stellwerk Zukunft GmbH (www.stellwerk-zukunft.de). Kontakt über Tel. 04441/854385 oder per E-Mail gf@stellwerk-zukunft.de.