Neustart mit Rückendeckung: Sebastian Krause (vorne rechts) und Tobias Hartmann (vorne links) können sich der Unterstützung aus dem Rathaus sicher sein. Hinten von links: Ralf Schillmöller, Kristian Kater, Sandra Sollmann und Franziska Gericke. Foto: Kläne

Gulfhaus

Neustart mit neuem Leiter nach Corona-Schließung

veröffentlicht: am 10.06.2020     Kinder, Jugend, Senioren

Sebastian Krause und sein Team bieten ab sofort wieder ein Programm an und feilen am Gesamtkonzept - mit den Jugendlichen.

Im Gulfhaus endet die Corona-Pause. Ab sofort können Jugendliche wieder die Angebote des Teams um den neuen Leiter Sebastian Krause und Stadtjugendpfleger Tobias Hartmann nutzen. „Wir dürfen wieder starten, müssen aber die besonderen Hygienebedingungen beachten“, sagt Krause. Er ist vom Landkreis Vechta, für den er sich im Rahmen der Kreisjugendpflege unter anderem um den Jugendschutz und die Schulsozialarbeit kümmerte, zur Stadt gewechselt. Damit erfüllt sich der gebürtige Visbeker einen lang ersehnten Wunsch, verrät er: „Das Gulfhaus ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich habe schon immer damit kokettiert, hier mal zu landen.“

In der Jugendarbeit ist Sebastian Krause, den alle „Theo“ nennen, schon sein ganzes Berufsleben aktiv. Er hat im Jugendtreff in Dinklage erste Erfahrungen sammeln können und seiner Heimat Visbek die Jugendpflege aufgebaut beziehungsweise neu gestaltet. Krause ist gelernter Erzieher und hat ein Diplomstudium Soziale Arbeit/Sozialpädagogik an der Uni Vechta abgeschlossen.

Krause: „Hier muss Musik rein.“

Er ist leidenschaftlicher Musiker, ist Gründungsmitglied der Rockband „Einsturz“. Auch deshalb passt er gut ins Gulfhaus. „Hier muss Musik rein“, stellt er klar. Konzerte und Darstellende Kunst soll es im Saal des Gulfhauses weiterhin geben. Nur Privatfeiern wie Hochzeiten und Geburtstage finden dort nicht mehr statt. „Der Saal soll vorrangig für die Jugendarbeit genutzt werden, wir wollen die pädagogische Arbeit ausbauen und zusätzlich externe Träger miteinbinden“, erklärt Krause. Ein „wahnsinnig wichtiger“ Bestandteil werde die Arbeit der ehrenamtlichen Jugendleiter, der Vereine und Verbände bleiben.

Kernzielgruppe sind die 11- bis 17-Jährigen. Sie zu beteiligen, „ist bei uns ganz oben angesiedelt“, sagt Krause. Deshalb will das Gulfhaus-Team Online-Umfragen unter den Jugendlichen etablieren. In einer ersten Befragung können Jugendliche in Kürze ihre Erwartungen an den Corona-Sommer äußern. Die Ergebnisse fließen in das Sommerferienprogramm ein, an dem Tobias Hartmann zurzeit tüftelt. An Stellwänden auf der Bühne im Gulfhaus setzt er das Puzzle aus Projekt-Kärtchen und Kalendertagen zusammen.

Neues Monatsprogramm steht

Los geht es jetzt zunächst mit dem neuen Monatsprogramm. Unter den Überschriften Sport, Spiel, Kreativität, Handwerk und Medien gibt es Gruppenangebote wie „Ultimate Frisbee“, „Pop Art Bilder“, „Stop Motion Studio“, „Strategiespiele“ und „Bilderrahmenbau“ (HIER geht's zum Programm). Bis zu acht Jugendliche können mitmachen.

Etablierte Specials wie der Mädchentag bleiben. Das Gulfhaus stellt zudem Räume zur Verfügung, damit sich Freunde mal wieder treffen können, was aufgrund der Corona-Vorgaben in jüngster Zeit schwierig war. Bei allen Aktivitäten müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, die auf der Homepage www.gulfhaus.de erklärt werden. Vor Ort werden Sebastian Krause und Tobias Hartmann diese auch kurz erläutern. Eine Anmeldung ist zurzeit immer erforderlich. Sobald es möglich ist, will das Team aber auch wieder das Prinzip der offenen Tür pflegen.

Kater: „Wir wollen hier etwas anbieten, was derzeit möglich ist.“

Bürgermeister Kristian Kater freut sich, dass es wieder losgeht im Gulfhaus: „Wir wollen hier etwas anbieten, was unter den Bedingungen derzeit möglich ist. Das ist auch Konsens unter allen Bürgermeistern und der Bürgermeisterin im Kreis Vechta“, sagt er.

Die Erste Stadträtin Sandra Sollmann möchte gemeinsam mit dem Gulfhaus-Team und dem Fachdienst Bildung, Familie, Jugend & Sport die Jugendarbeit ausbauen. Auch die Politik werde miteingebunden. „Es soll vor allem ein Programm mit, von und für Jugendliche sein“, wünscht sie sich. Die Motivation ist bei allen nach der langen Corona-Pause hoch. „Theo“ Krause und alle Beteiligten haben die Zeit genutzt, um sich kennenzulernen und vieles zu planen. Der Neustart kann kommen.