Partner vor Ort: Die neue Regenrückhaltung sahen sich (von links) Fachbereichsleiterin Christel Scharf, Bürgermeister Kristian Kater, Werkleiter Herbert Kohl, Firmenchef Udo Freiherr von Frydag, Fachdienstleiter Hubertus Weißer, Werkleiter Frank Kordes und Dr. Frank Käthler (Stabsstelle Wirtschaftsförderung) an. Foto: Kläne

Regenrückhaltung

Olfry und Stadt vergrößern Rückhaltevolumen

veröffentlicht: am 27.05.2020     Planen, Bauen

Das Regenwasser aus dem Gebiet im Umfeld der Friesenstraße fließt in zwei Becken ab. Auch für die Umwelt hat dies einen Nutzen.

Die Stadt Vechta hat in Zusammenarbeit mit der Firma Olfry die Regenrückhaltung im Bereich der Friesenstraße erweitert und nachhaltig verbessert. Regenwasser aus den angeschlossenen Gewerbeflächen wird nun in zwei Becken eingeleitet.

Das bisher vorhandene Rückhaltevolumen wurde an aktuelle rechtliche Vorgaben angepasst und beträgt nun rund 2600 Kubikmeter. Erforderlich wären für die insgesamt 10,5 Hektar angeschlossener Flächen bzw. potenzieller Gewerbeflächen im Umfeld lediglich rund 2100 Kubikmeter. Die beiden Becken bieten somit eine zusätzliche Sicherheit und ermöglichen es der Stadt Vechta, weitere Gewerbeflächen im Bereich Friesenstraße/Lohner Straße zu entwickeln, ohne dass eine zusätzliche Regenrückhaltung erforderlich wäre.  

„Aus planungsrechtlicher Sicht ist dieses Projekt ein echter Clou. Es bietet uns Chancen für eine weitere gewerbliche Entwicklung in dem Bereich“, sagt Kristian Kater. „Aber auch für den Umweltschutz ist dies eine wichtige und gute Maßnahme.“ Durch Absperrungen kann verhindert werden, dass schädliche Stoffe, zum Beispiel nach Unfällen oder einem Brand, durch das Kanalnetz in die umliegenden Gewässer gelangen. Damit ist auch der benachbarte Tonbergsee mit seinem Fischbestand vor Verschmutzung geschützt. Und: Dank der tongedichteten Regenrückhaltebecken ist die Gefahr einer Grundwasserverschmutzung nahezu ausgeschlossen.

In der Friesenstraße war 1992 ein Regenwasserkanal verlegt worden. Dieser entwässert die Friesenstraße, Teile der Wittekindstraße, der Grafenhorststraße sowie der Lohner Straße und mündet in den Tonbergsee der Firma Olfry. Vertraglich gesichert wurde eine Rückhaltung von Grob- und Feinstoffen vor dem Tonbergsee, deren Volumen inzwischen nicht mehr ausreichte. Vor dem Hintergrund auslaufender wasserrechtlicher Genehmigungen erarbeiteten die Firma Olfry und die Stadt Vechta Entwürfe für eine neue Regenrückhaltung unter Berücksichtigung des Tonabbaus.

Die Firma Olfry erstellte das nach aktuellen Vorgaben erforderliche Regenrückhaltevolumen in zwei Becken. Bestandteile des Bauprojekts waren automatisierte Absperrungen, die erforderlichen Rohrleitungen und Schächte auf dem Firmengrundstück. Die Anlage wird nun von der Firma Olfry unterhalten und betrieben. Der gewässerschonende Ablauf mündet weiterhin in den Tonbergsee.

An den Kosten hat sich die Stadt mit einem Baukostenzuschuss in Höhe des zusätzlich gewonnen Regenrückhaltevolumens beteiligt.