Corona-Krise

Programme für Kulturschaffende

veröffentlicht: am 20.10.2020     Wirtschaft, Entwicklung

Zur Unterstützung Kulturschaffender während der Covid-19 Pandemie gibt es verschiedene Unterstützungsprogramme. Hier bekommen Sie einen Überblick.

Inhalt:
NEUSTART KULTUR
Zukunftsprogramm Kino I
Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine

 


NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung stellt für das Programm NEUSTART KULTUR rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Es geht dabei vor allem um die Unterstützung neuer Projekte und kreativer, innovativer Ideen.

Für folgende Maßnahmen sind in dem Programm Mittel vorgesehen:

  • Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen
    Rund 250 Millionen Euro sollen dazu dienen Kultureinrichtugen für die Wiedereröffnung zu unterstützen, konkret z.B. für die Umsetzung von Hygienekonzepten, Online-Ticketing-Systemen oder Modernisierung von Belüftungssystemen.
  • Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und Nothilfen
    Mit 450 Millionen Euro sollen vor allem die kleineren und mittleren privatwirtschaftlich finanzierten Kulturstäten und -projekte darin unterstützt werden. ihre künstlerische Arbeit wiederaufzunehmen und neue aufträge an freiberuflich Tätige und Soloselbständige zu vergeben. Die Mittel sind nach Sparten aufgeteilt.
    Nähere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/1772990-1772990
  • Förderung alternativer, auch digitaler Angebote
    150 Millionen Euro stehen für alternative, besonders digitale Angebote bereit. Davon profitieren Projekte im Kontext Museum 4.0 sowie viele neue Formate der Digitalisierungsoffensive des Bundes, die der Vermittlung, Vernetzung und Verständigung im Kulturbereich dienen.
  • Unterstützung bundesgeförderter Kultureinrichtungen und -projekte
    Um coronabedingte Einnahmeausfälle und Mehrausgaben auszugleichen, stehen 100 Millionen Euro für regelmäßig geförderte Kultureinrichtugen zur Verfügung. Bei gemeinsam mit Ländern und Kommunen getragenen Einrichtungen und Projekten leistet der Bund seinen Anteil an der Kofinanzierung.
  • Hilfen für den privaten Rundfunk
    Mit 20 Millionen Euro sollen private Rundfunksender unterstützt werden.

Hinweise zu den einzelnen Programmstarts und Links werden auf der BKM-Website bekannt gegeben: https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/1772990-1772990

 

Zukunftsprogramm Kino I

Antragsberechtigt sind ortsfeste Kinos mit bis zu sieben Leinwänden, die mindestens eines der drei folgenden Kriterien erfüllen:

  • Sitz in einer Gemeinde mit max. 50.000 Einwohnern oder
  • Auszeichnung mit Kinoprogrammpreis der BKM, Kinopreis des Kinematheksverbundes oder Kinoprogrammpreis der Länder innerhalb der vergangenen drei Jahre vor Antragstellung oder
  • Besucheranteil von durchschnittlich mind. 40 % für deutsche und europäische Filme oder Programmanteil von durchschnittlich mind. 40 % deutsche und europäische Filme in den letzten drei Kalenderjahren.

Außerdem muss die Wirtschaftlichkeit des Kinobetriebes nachgewiesen werden.

Der Fördersatz beträgt max. 80 % wobei die Fördersumme auf max. 60.000,- € für Kinos mit einem Saal bzw. 45.000,- € pro Leinwand für Kinos ab zwei Sälen begrenzt ist.

Nähere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.ffa.de/index.php?zukunftsprogramm-kino-1

 

 

Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine

Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistungen).

Antragsberechtigt sind Einrichtungen und Vereine mit Sitz in Niedersachsen, die überwiegend Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot vorhalten und in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind. Antragsberechtigt sind gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. e.V., gGmbH, Stiftungen), sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind.

Nicht antragsberechtigt sind Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen sowie Einrichtungen, die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert werden.

Für eine Förderung wird vorausgesetzt, dass

• die jeweilige Einrichtung vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein darf und der Liquiditätsengpass ab März 2020 erfolgt sein muss und

• die Einnahmen der Einrichtung voraussichtlich nicht ausreichen, um unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten auszugleichen.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn

• es nur um eine allgemeine Unterstützung geht, ohne dass eine erkennbare Notsituation vorliegt,

• mit dem Zuschuss Personalkosten finanziert werden sollen,

• die beantragte Fördersumme eine Bagatellgrenze in Höhe von 1.500 EURO nicht überschreitet,

• damit Spendenausfälle oder Ausfälle bei weiteren institutionellen Finanzierungsbeiträgen kompensiert werden.


Die Billigkeitsleistung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt, jedoch maximal nur bis zur Höhe der die Notlage auslösenden Zahlungsverpflichtungen. Der beantragte Zuschuss ist aus der Summe der Einnahmen und der Summe der Ausgaben in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten einschließlich der ab März durch die Covid-19-Pandemie entstandenen Zahlungsverpflichtungen abzuleiten.

Anträge bis max. 8.000 Euro sind beim jeweils zuständigen Träger der regionalen Kulturförderung (Landschaften, Landschaftsverbände, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Region Hannover, Regionalverband Harz) zu stellen, der die Förderung nach den Zuwendungsvoraussetzungen dieser Richtlinie in eigener Zuständigkeit durchführt. Die Kontaktdaten finden Sie unter dem folgenden Link: www.allvin.de.

Anträge über 8.000 Euro sind per Post direkt beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (Stichwort: Corona-Sonderprogramm, Referat 32, Leibnizufer 9, 30169 Hannover) zu stellen. Die Billigkeitsleistung kann nur einmal je Antragstellerin oder Antragsteller gewährt werden.Ein Antragsstichtag ist nicht vorgesehen. Anträge können bis zum 15.07.2020, vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Mittel, gestellt werden. Die vollständige Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur Unterstützung von durch die Covid-19-Pandemie in Liquiditätsengpässe geratene Einrichtungen im Kulturbereich (Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine) sowie das Antragsformular und eine Ausfüllhilfe stehen zum Download bereit.

https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/ausschreibungen_programme_forderungen/corona-sonderprogramm-fur-gemeinnutzige-kultureinrichtungen-und-kulturvereine-188405.html