Barrierefreiheit

Rollstuhlfahrertreff unternimmt „Brückentag“

veröffentlicht: am 31.08.2018     Wirtschaft, Entwicklung

Die Mitglieder des Rollstuhlfahrertreffs und die Stadt Vechta fuhren gemeinsam über die Brücke und tauschten sich über Barrierefreheit aus.

Bürgermeister Helmut Gels hat die Mitglieder des Rollstuhlfahrertreffs Landkreis Vechta e.V. und Vertreter der Stadt zu einem „Brückentag“ eingeladen. Eine Vielzahl von Mitgliedern des Rollstuhlfahrertreffs folgten gemeinsam mit ihrer Vorsitzenden Renate Lüdeke der Einladung. Zusammen mit Vertretern der Stadt Vechta befuhren sie die neue Rad- und Fußgängerbrücke am Bahnhof. Die Erste Stadträtin, Sandra Sollmann, begrüßte die Gäste danach im Rathaus. Bauoberrätin Christel Scharf und Fachdienstleiter Ralf Blömer (Straßenbau und Grünflächen) stellten ihren Gästen bei Kaffee und Kuchen das Bauprojekt im Bahnhofsumfeld vor. Es folgte ein konstruktiver Austausch zur Barrierefreiheit in Vechta und rund um das Projekt „Neue Mobilität am Park“.

Das Bauprojekt umfasst den Neubau eines Mobilitätszentrums anstelle des ehemaligen Bahnhofsgebäudes und eine Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer, welche die westlichen Wohngebiete und den Zitadellenpark mit der Innenstadt verbindet. Der Stadt Vechta sind barrierefreie Zugänge zur neu entstandenen Brücke und zum Mobilitätszentrum ein wichtiges Anliegen. Diese wird neben einer barrierefreien Rampe durch Fahrstühle im Bahnhofsumfeld sichergestellt. Aktuell ist der Fahrstuhl im Zitadellenpark fertig gestellt. Es folgen ein behindertengerechter Fahrstuhl in der (sich im Bau befindenden) Mobilitätsstation und ein Fahrstuhl zur neu entstehenden Parkgarage unter den Stadthäusern (gegenüber der Mobilitätsstation). Somit müssen beispielsweise Rollstuhlfahrer und Personen mit einer Gehbeeinträchtigung keine Anstiege bewältigen, um die Brücke zu überqueren.

Mit der Aufhebung des Bahnübergangs an der Paulus-Bastei ist der letzte Schritt im Projekt Entlastungsstraße umgesetzt.  Die Deutsche Bahn hatte im Zuge der Schließung des Bahnübergangs an der Falkenrotter Straße auch die Schließung des Übergangs an der Paulus-Bastei gefordert – für die Bürger der Stadt Vechta eine gute Lösung, denn: Wartezeiten und Staus an dem Bahnübergang werden somit vermieden. Folglich stand eine Brücke oder eine Unterführung an Stelle des Bahnübergangs zur Diskussion. Da in beiden Fällen Höhenunterschiede unvermeidbar sind, eine Brücke aber die deutlich sichere Variante darstellt, wurde der Bau einer überirdischen Lösung beschlossen. Nach Inbetriebnahme der Brücke wird in Kürze ein Sicherheitsdienst beauftragt, um Vandalismus vorzubeugen. Zudem ist davon auszugehen, dass die zukünftige Belebung des Quartiers durch Hotelgäste und Stadthausbewohner zusätzlich zur Sicherheit und Vermeidung von Vandalismus beitragen werden.