Wollen gemeinsam für mehr Sicherheit auf der Vechtaer Kneipenmeile sorgen (v.l.) Erste Stadträtin Sandra Sollmann, Franz Blömer (Banane), Ulrich Suhr (Polizei Vechta), Bürgermeister Helmut Gels, Sandra Cabanska (Barena), David Pytel (Flotte und Cubar), Dara Khidir (Platino) und Fachdienstleiter Stefan Thole (Foto: Gerecke)

Sicherheit der Vechtaer Kneipenmeile

Runder Tisch mit Bürgermeister Helmut Gels

veröffentlicht: am 01.07.2019     Alle Themen

Zwei wichtige Ergebnisse des Treffens: Die Polizei wird verstärkt kontrollieren; die Gastwirte erwägen Kooperation mit Security Diensten.

Vechtas Bürgermeister Helmut Gels hat jetzt die Wirte der sogenannten Vechtaer „Kneipenmeile“, Vertreter der Polizei und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes zu einem „Runden Tisch“ ins Rathaus eingeladen. Gemeinsam wurden Sachfragen hinsichtlich der Sicherheit für Besucher in diesem Bereich erörtert. „Es war ein notwendiges und insgesamt positives Gespräch, das mit konstruktiven Vorschlägen und konkreten Handlungsansätzen endete“ so Gels.

Nach der Kriminalitätsstatistik der Polizei ist der Bereich an der Großen Straße zwischen Marienstraße und Marschstraße bisher als unauffällig zu bezeichnen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Anzahl der Gaststätten, die Anzahl der Besucher und den damit verbundenen Alkoholkonsum. Ein spezieller Handlungsbedarf ergibt sich für die Polizei somit aktuell nicht. Nach Ansicht der Gastwirte sind häufig die Geschehnisse auf der Straße, auf die die Gastwirte dann keinen unmittelbaren Einfluss mehr hätten, problematisch. Auch sei es sicher in der Vergangenheit zu Stresssituationen gekommen, die in Verbindung mit dem eingesetzten Personal der Security-Dienste zu sehen seien. Diese hätten mitunter nicht zu einer Deeskalation von Situationen beigetragen. Die Gastwirte machten deutlich, dass sie durch den verbesserten Einsatz von Sicherheitsdiensten die Lage in ihren Gastwirtschaften aktuell gut im Griff hätten.

Übereinstimmend sehen die Gastwirte den umfangreichen und verbilligten Alkoholverkauf durch einen kleinen Kiosk in unmittelbarer Nähe zu den Betrieben als problematisch an und das teilweise Auftauchen von stark alkoholisierten Jugendlichen, die privat ‚vorgeglüht‘ hätten. Weiterhin gebe es Gruppen und Gruppierungen, bei deren Auftauchen Stresssituationen „vorprogrammiert“ seien. Sie wünschen sich daher von der Polizei mehr Präsenz und ein konsequenteres Vorgehen gegen auffällige Gruppierungen auch schon im Vorfeld. Dem entgegnete Ulrich Suhr von der Polizei Vechta, dass die Polizei nicht immer und überall gleich schnell vor Ort sein könne. Entscheidend sei, dass zum Beispiel freiheitsbeschränkende Maßnahmen nicht von der Polizei, sondern über die Staatsanwaltschaft und Gerichte angeordnet werden und hier die Hürden recht hoch lägen. Häufig dauerten solche Entscheidungen aber sehr lange. Die Polizei wird jedoch zukünftig im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten versuchen, eine höhere Präsenz in dem Bereich zu zeigen. Die Gastwirte wiederum wollen sich regelmäßiger treffen, um aktuelle Entwicklungen frühzeitig zu erörtern. Die Gastwirte vom Platino, Barena, Cubar und Flotte haben zudem die Absicht geäußert, einen gemeinsamen Sicherheitsdienst zu beauftragen. Außerdem soll der Kontakt zum Ordnungsamt der Stadt Vechta intensiviert werden. Weiter kündigte die Polizei verstärkte Jugendschutzkontrollen an. „Hierauf sollten sich die Gastwirte bereits jetzt einstellen“ so Ulrich Suhr.