Die Grafik zeigt, wie die Marienschule Oythe nach den Bauarbeiten aussehen wird. Grafik: Bocklage & Buddelmeyer

Marienschule Oythe

Schulausschuss stimmt Plänen für Erweiterung zu

veröffentlicht: am 27.04.2022     Bildung, Soziales

Der Umzug der Grundschule während der Bauphase wird vom Planungsteam der Marienschule und der Stadtverwaltung bevorzugt.

Der Schulausschuss des Vechtaer Stadtrates hat sich in seiner Sitzung am 20. April 2022 dafür ausgesprochen die Marienschule Oythe umfangreich zu sanieren und zu erweitern. Die Mitglieder stimmten damit einem Konzept zu, das die Stadt Vechta, ein Planungsteam der Grundschule und das Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer ausgearbeitet hatten. Insgesamt rechnet die Stadtverwaltung derzeit mit Bau- und Nebenkosten in Höhe von 7,8 Millionen Euro. Allerdings können Lieferengpässe und Preissteigerungen als Folgen der weltpolitischen Lage zu steigenden Kosten führen, was sich nicht verlässlich prognostizieren lässt. Zumal der Baubeginn erst für den Sommer 2023 geplant ist, die Arbeiten sollen rund zwei Jahre dauern.

Die Erweiterung ist angesichts gestiegener Schülerzahlen aber erforderlich. Der Schulausschuss sprach sich einstimmig dafür aus. Abschließend muss noch der Verwaltungsausschuss über das Bauprojekt entscheiden.

Im Zuge der Bauarbeiten wird die Grundschule auf eine Dreizügigkeit erweitert, also auf drei Klassen pro Jahrgang. Dieses gemeinsame Ziel hatten sich Politik und Verwaltung mit dem Beschluss einer neuen Schulbezirkssatzung im Jahr 2020 gesetzt. Alle Kinder aus Oythe – sowohl aus dem alten Ortskern als auch aus den Neubaugebieten der vergangenen Jahre – sollten gemeinsam zur Schule gehen können und nicht auf freie Plätze an anderen Grundschulen verteilt werden müssen (siehe auch Fragen und Antworten).

Insbesondere durch den Zuzug vieler Familien im Schulbezirk der Marienschule sind bereits jetzt die ersten beiden Jahrgänge dreizügig. Zum neuen Schuljahr setzt sich dies mit drei neuen ersten Klassen fort. Lediglich die vierte Jahrgangsstufe wird dann noch zweizügig sein.

Die Kapazitäten der Marienschule müssen dafür bereits kurzfristig erweitert werden. Die vierten Klassen werden in eine ansprechende Containeranlage auf der Sportanlage Oyther Berg ziehen. Der Schulausschuss sprach sich dafür aus, die Kosten von ca. 125.000 Euro bereitzustellen. Ein Vorteil dieser Lösung: Dadurch wird der Musikraum wieder als solcher genutzt. Dieser wurde aufgrund der steigenden Anzahl an Klassen in einen Klassenraum umfunktioniert.

Für das kommende Schuljahr ist die Marienschule damit gerüstet. Der umfangreiche Umbau in den Jahren 2023 bis 2025 erfordert einen weiteren Schritt: Da das erarbeitete Konzept nicht bei laufendem Schulbetrieb umgesetzt werden kann, ist das Planungsteam des Lehrerkollegiums mit dem Wunsch an die Stadt herangetreten, so lange zum Schulstandort an der Antoniusstraße umzuziehen.

Damit haben die Martin-Luther-Schule und die Alexanderschule bereits gute Erfahrungen gemacht. Ihre Schulgebäude werden derzeit erneuert und erweitert. Während der Bauphase findet der Unterricht in der ehemaligen Liobaschule statt. Vom Baulärm und anderen Unannehmlichkeiten, die eine Baustelle mit sich bringt, werden die Schulklassen und das Lehrerkollegium verschont.

Wenn in Oythe die Arbeiten beginnen, werden die beiden anderen Grundschulen bereits wieder an ihren erneuerten Standort gezogen sein. Die Marienschule Oythe profitiert dann davon, dass die Räume der Liobaschule bereits voll funktionsfähig und unter anderem mit W-LAN ausgestattet sind. Außerdem werden die Martin-Luther-Schule und die Alexanderschule einen Teil der Ausstattung zurücklassen, wodurch der Umzug für die Marienschule mit erheblich geringem Aufwand verbunden sein wird.

Die Stadt Vechta hatte auch Alternativen zum Umzug geprüft. Das vorübergehende Aufstellen von Containeranlagen für die gesamte Schulgemeinschaft, entweder am Oyther Berg oder auf der Hasenweide hätte aber Kosten von mehr als zwei Millionen Euro verursacht, ohne einen weiteren Nutzen davon zu haben.

Der Schulausschuss hat die Umzugs-Planungen der Marienschule Oythe und der Verwaltung mit Kosten in Höhe von 58.800 Euro in der Sitzung am 20. April ohne Einwände zur Kenntnis genommen. Hinzu kommen noch die Kosten für eine verlässliche Busverbindung in Höhe von geschätzten 220.000 Euro (vor Vergabe), die voraussichtlich vom für die Schülerbeförderung zuständigen Landkreis Vechta übernommen werden würden.

Die häufigsten Fragen von Eltern der Oyther Schülerinnen und Schüler bezogen sich bisher darauf, wie die Busverbindung aussehen würde. Hierzu und zu weiteren Fragen rund um das Bauprojekt gibt die Stadt Vechta antworten in einer gesonderten Übersicht HIER.

Interessierte Eltern können sich gern mit Fragen und Anregungen an schule(at)vechta.de wenden.