Viele neue Wohngrundstücke sind auf dem Telbraker Esch entstanden. Foto: Lenger

Videokonferenz

Stadt informiert Oyther über aktuelle Entwicklungen

veröffentlicht: am 26.02.2021     Alle Themen

Bürgermeister Kater und Verwaltung sprechen mit Vertretern von Vereinen - ein Arbeitskreis will sich mit dem Ortsmittelpunkt beschäftigen.

Grundschule, Kinderbetreuungsplätze, Wohngebiete, Sportplatz, Oyther Straße: In der Videokonferenz mit den Oyther Vereinen und Gruppen standen jede Menge aktuelle Themen auf dem Programm. Bürgermeister Kristian Kater und die Verwaltung der Stadt Vechta zeichneten ein Gesamtbild der Entwicklungen in Oythe vergangener und kommender Jahre.

„Es war gut, mit den vielen Vereinen und Gruppen, die das gesellschaftliche Leben in Oythe prägen, auch in dieser Situation ins Gespräch zu kommen. Alle waren sich einig, dass wir eine solche Information wiederholen sollten. Dies kann auch für andere Gemeinschaften ein gutes Format sein“, sagte Bürgermeister Kater. In Kürze sollen Videokonferenzen für Hagen und Bergstrup stattfinden.

Fachbereichsleiterin Christel Scharf und Fachdienstleiter Wolfgang Heuser beschrieben die Wohnbauentwicklung auf dem Telbraker Esch in den vergangenen Jahren. Mit den Baugebieten Boegel I und II entstehen im Siedlungsgebiet westlich der Telbraker Straße aktuell und in den kommenden Monaten weitere Wohnhäuser. Mit diesen Entwicklungen einher gehen die Planungen für die Erweiterung der Marienschule und der Bau einer neuen Kindertagesstätte, durch welche die Zahl der Betreuungsplätze in Oythe weiter ausgebaut wird. Ein neues Verkehrskonzept sieht vor, Schulwege sicherer zu machen, die Straßenbeleuchtung in Oythe insgesamt zu verbessern und die Verkehrssituation an der Kreuzung Oythe/Telbraker Straße zu optimieren.

Außerdem informierte Fachdienstleiter Ralf Schillmöller über den aktuellen Stand bezüglich des Sportstättenausbaus am Oyther Berg. Dort werden ein neues Stadion gebaut und weitere Rasenplätze für den VfL Oythe angelegt. Ein Kunstrasen- und ein Naturrasenplatz wurden bereits in einem ersten Bauabschnitt fertiggestellt. Bis zum Herbst 2022 sollen auf dem Oyther Berg nach derzeitigem Planungsstand die Hochbauarbeiten abgeschlossen sein, dazu zählt der Bau eines Tribünen- und Kabinentraktes. Bis 2023 soll die Gesamtmaßnahme fertiggestellt werden.

Auch die Situation des Hallensports wurde in der Konferenz angesprochen. In Oythe war der Wunsch nach einer neuen Zweifeldhalle geäußert worden. Auslöser waren die Planungen zur Erweiterung der Marienschule Oythe. In den politischen Gremien des Stadtrates wurden verschiedene Varianten vorgestellt und diskutiert. Die Erste Stadträtin Sandra Sollmann bekräftigte, dass der Verwaltungsausschuss nach Vorberatung durch den Schulausschuss entschieden habe, die alte Sporthalle zu erhalten und eine Schulerweiterung westlich dieser Halle auf der sogenannten Friedhofserweiterungsfläche vorzunehmen. Diese Entscheidung sei nach Austausch aller Argumente gefallen.

Parallel zu den Wohnbauentwicklungen in Oythe ist in den vergangenen Jahren durch die Stadt Vechta auch das Angebot an Kinderbetreuung ausgebaut worden. In der Konferenz gab Schillmöller einen Überblick über die geschaffenen Plätze im Krippen- und Kindergartenbereich sowie die Investitionen in verschiedene Einrichtungen.

In die Sanierung des Kindergartens St. Marien hat die Stadt Vechta seit 2014 mehr als 600.000 Euro investiert. Die Heizung, Spielanlagen und Fenster wurden erneuert, der Brandschutz verbessert und eine Mensa errichtet. Für rund 260.000 Euro ließ die Stadt Tante Klaras Bauernkindergarten zum Trägerwechsel im Jahr 2018 sanieren. Zudem kam die Großtagespflegestelle Nimmerland 2017 hinzu. Bereits 2012 war die Krippe St. Marien eingerichtet worden.

Im vergangenen Jahr wurden zudem weitere Plätze in der Kita „Weltentdecker“ geschaffen. Kinder unter und ab drei Jahren werden vorerst in freundlich gestalteten Containern auf dem Gelände neben dem Kindergarten St. Marien betreut. Die dort geschaffenen Gruppen ziehen nach der Fertigstellung in einen Kita-Neubau in der Maximilian-Kolbe-Straße um. Außerdem werden dort dann weitere Plätze angeboten. Insgesamt werden es - voraussichtlich ab Frühjahr 2022 - 30 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 50 Plätze für Kinder ab drei Jahren sein. In Ganz Oythe sind es dann 303 Betreuungsplätze für Jungen und Mädchen zwischen eins und sechs Jahren.

Zum Stand der Bauarbeiten der Oyther Straße berichtete Christel Scharf, dass die beauftragte Firma im letzten Bauabschnitt angekommen sei. Die Oyther Straße wird auf einer Länge von 1,1 Kilometern grundlegend erneuert, was unter anderem auch Kanalbauarbeiten und das Verlegen von Versorgungsleitungen beinhaltet. Der Fahrradverkehr wird dem Radverkehrskonzept der Stadt entsprechend gestärkt, in den fertiggestellten Abschnitten ist dies bereits der Fall.

Das „Team Integration“ der Stadt Vechta hatte sich den Oyther Vereinen und Verbänden bereits beim Jahrestreffen am 2. September 2020 vorgestellt. Diskutiert wurden dabei die Fragen, wie man die Personen mit Zuwanderungsgeschichte in das Oyther Vereinsleben integrieren könne bzw. wie diese Menschen insbesondere in dem wachsenden Ortsteil auf dem Telbraker Esch in das tägliche Leben eingebunden werden können.

Ein Ergebnis der Videokonferenz war, sich mit dem Ortsmittelpunkt in Oythe noch weitergehend zu befassen. Die Vereine wollen dem Bürgermeister Vertreterinnen und Vertreter für einen Arbeitskreis benennen. Zu diesem will Kristian Kater einladen.